ORF: "Gottesstaat oder Staat ohne Gott? - Politische Theologie in Judentum, Christentum und Islam"

4. Ökumenische Sommerakademie im Stift Kremsmünster

Wien (OTS) - Prallen islamischer Gottesstaat und westliche Demokratie unvereinbar aufeinander? Bedeutet Gottesstaat die Rückkehr ins Mittelalter? Garantiert der Säkularismus tolerantes Zusammenleben? Ist der von der Religion bestimmte Staat gottgefällig, der säkulare Staat gottlos? Liegt in diesen Gegensätzen die Wurzel für die weltpolitischen Konflikte der Gegenwart? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich die Ökumenische Sommerakademie von 10. bis 12. Juli 2002 im Stift Kremsmünster, veranstaltet von der Religionsabteilung von Österreich 1 und deren Partnern aus dem Bereich der christlichen Kirchen. Der genaue Titel: "Gottesstaat oder Staat ohne Gott? - Politische Theologie in Judentum, Christentum und Islam".****

Die vierte Ökumenische Sommerakademie befasst sich mit dem Spannungsverhältnis von Religion und Politik, das in zahlreichen Krisenherden dieser Welt eine wichtige Rolle spielt, Stichwort Afghanistan oder Naher Osten. Die Idee vom "Gottesstaat" spielt in der politischen Theologie von Judentum, Christentum und Islam eine zentrale Rolle. Und auch wenn in Europa im politischen Diskurs religiöse Überlegungen kaum mehr eine Rolle zu spielen scheinen, so ist doch festzuhalten, dass weder das Ideal der modernen westlichen Demokratie noch die Menschenrechtserklärungen ohne das Erbe des Christentums denkbar wären. Die Ökumenische Sommerakademie behandelt das Thema aus der Sicht der drei monotheistischen Religionen, deren Vertreter miteinander in Diskussion treten.

Zu den Referenten zählen internationale Experten, unter anderen Univ.-Prof. Dr. Mohamed Abu Shama, Professor für Islamwissenschaft an der Al-Azhar Universität Kairo, Univ.-Prof. Daniel R. Schwartz, Professor für die Geschichte des jüdischen Volkes an der Hebrew University of Jerusalem und der Theologe und Philosoph Mag. Dr. Michael Weninger, der EU-Kommissionspräsident Romano Prodi in religiösen Fragen berät.

Veranstaltet wird die Ökumenische Sommerakademie von der ORF-Hauptabteilung Religion Hörfunk gemeinsam mit dem Evangelischen Bildungswerk Oberösterreich, der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz, der Kirchenzeitung der Diözese Linz, der Landeskulturdirektion Oberösterreich, dem Ökumenischen Rat der Kirchen Österreichs und dem Stift Kremsmünster.

Die Vorträge und Diskussionen sind öffentlich zugänglich. Die Teilnahmegebühr beträgt einschließlich der Tagungsmappe 30 Euro (für Studenten 15 Euro). Anmeldungen und Detailprogramm: ORF Funkhaus, Abteilung Religion, Argentinierstraße 30a, 1041 Wien, Telefon:
01/50101/18230, Fax: 01/50101/18923, E-mail: religion.hf@orf.at.(ih)

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