Schenner verurteilt "politische Spielereien" rund um Saisonnierfrage

Tourismuswirtschaft begrüßt flexibles Vorgehen Bartensteins

Wien (PWK385) - "Politiker, welche aus politischen Spielereien dem Tourismus die notwendigen Arbeitskräfte verweigern, schädigen diesen Wirtschaftszweig und vernichten gleichzeitig die Arbeitsplätze österreichischer Arbeitnehmer". Mit scharfen Worten reagiert der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Johann Schenner, auf die Saisonniers-Diskussion der vergangenen Tage. Die gestern, Dienstag, im Ministerrat verabschiedete Regelung, wonach bis zu 8.000 Saisonniers für die Wirtschaft zur Verfügung stehen, werde daher dringend benötigt, betont Schenner.

Die vergangenen Rekordsaisonen - in der vergangenen Wintersaison gab es ein weiteres Plus von 2,5 % bei den Ankünften und von 1,8 % bei den Übernachtungen - sind nur möglich, wenn der Tourismus die Rahmenbedingungen für seine Qualitätsstrategie vorfindet. Dazu gehört eben auch ein funktionierender Arbeitsmarkt. "Die Saisonbranche Tourismus ist zur Abdeckung von Nachfragespitzen auf die Beschäftigung von Ausländern als Saisonniers angewiesen."

Anlässlich des Tourismuskongresses in Obertauern hatte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel die überragende Bedeutung der Tourismuswirtschaft als "Jobmotor" herausgestrichen. "Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein hat diese Notwendigkeit erkannt und in den letzten Jahren flexibel auf die verstärkte Nachfrage reagiert. Ohne diese richtige Politik des Arbeitsministers könnte der Tourismus nicht so florieren," begrüßt Schenner die flexible Handhabung der gesetzlichen Möglichkeiten. "Vor allem die Urlaubshotellerie mit ihren erheblichen Saisonschwankungen kann bei Nachfragespitzen, wie sie etwa zu großen Events oder um die Feiertagszeit herrschen, ihre hohe Qualität ohne zusätzliche Humanressourcen in Form von Saisonniers nicht aufrecht erhalten," ergänzt Obmann Hans Melcher seitens des Fachverbandes Hotellerie.

"Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Gehen die Tourismusumsätze in Rekordhöhen, so benötigen wir auch eine entsprechende Anzahl an Saisonniers, um nicht aus Mangel an Mitarbeitern Betriebe zusperren zu müssen," bekennt sich Obmann Helmut Hinterleitner vom Fachverband der Gastronomie zur Notwendigkeit, ausländische Mitarbeiter für eine begrenzte Zeit zu beschäftigen. (hp)

"Diese Arbeitskräfte stammen fast ausschließlich aus den Beitrittsländern der EU, viele davon sind Fachkräfte. Nach Berechnungen des Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft ist eindeutig belegbar, dass die Gesamtzahl der tatsächlich beschäftigten Saisoniers im Jahreschnitt immer unter der Höchstgrenze von 8.000 geblieben ist. Wir verwehren uns dagegen, dass mit verfälschten Zahlen in der Öffentlichkeit immer wieder bewusst gegen die Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften Stimmung gemacht wird," führt Hinterleitner dazu weiter aus. (hp)

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