Gradwohl: Blau-schwarze Technologieziele gescheitert!

Forschungsratsvorsitzender bestätigt SPÖ-Befürchtungen

Wien (SK) "Der ursprüngliche Optimismus der blau-schwarzen Regierung, eine Forschungsquote von 2,5 Prozent des BIP bis 2005 zu erreichen, wird mittlerweile selbst von führenden Mitgliedern des Rates für Forschung und Technologieentwicklung stark angezweifelt. Damit sind die Befürchtungen der Sozialdemokratischen Fraktion voll bestätigt, dass die Mittel für Technologie und Forschung dem Sparstift Grassers zum Opfer fallen werden", bedauerte SPÖ-Nationalratsabgeordneter Heinz Gradwohl, Mitglied des Industrieausschusses, aufgrund einer Warnung des Forschungsratsvorsitzenden Knuth Consemüller. ****

Consemüller bestätigt laut Medienberichten, dass die Erreichung einer Forschungsquote in der Höhe von 2,5 Prozent völlig unrealistisch sei, wenn man die derzeitige Deckelung beibehält. Die Normalbudgets der Technologieministerien liegen heute auf dem Niveau von 1997. Die Sozialdemokratische Parlamentsfraktion habe im Rahmen der Industrieausschüsse alle bisherigen Ressortverantwortlichen -Schmidt, Forstinger und kürzlich Reichhold - auf die Gefahr des Verfehlens der Forschungsquote in der Höhe von 2,5 Prozent des BIP mehrfach und eindringlich aufmerksam gemacht, betonte Gradwohl.

Die FP/VP-Regierung hat - entgegen aller "Reformversprechungen" - im Bereich der österreichischen Forschungs- und Technologiepolitik "eine noch nie dagewesene Zersplitterung der Kompetenzen herbeigeführt", kritisierte der Abgeordnete. Durch diese falsche Schwerpunktsetzung entstand "eine völlige Intransparenz der Entscheidungsstrukturen, eine Konkurrenz zwischen mehr Dienststellen als je zuvor und das führt auch zu immer knapper werdenden Budgetmittel." (Schluss) wf/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK