Drei Prozent Lohnerhöhung für Chemiearbeiter!

Wien (GdC/ÖGB) Eine der schwierigsten Lohnverhandlungen im Bereich der Chemiegewerkschaft konnte am 4. Juni für rund 24.000 Arbeiterinnen und Arbeiter erfolgreich zu Ende geführt werden: Nach vier Verhandlungsrunden kamen Arbeitgeber und ArbeitnehmerInnen-Vertreter überein, sowohl die kollektivvertraglichen Mindestlöhne wie auch die tatsächlichen IST-Löhne um drei Prozent zu erhöhen. "Damit ist es gelungen, für die betroffenen Arbeiter in der Chemischen Industrie auch eine tatsächliche Reallohnerhöhung zu erzielen, diese liegt um rund 0,6 Prozent über der zu Grunde liegenden Inflationsrate", stellt der Vorsitzende der Chemiegewerkschaft, Wilhelm Beck, fest.++++

Im Zusammenhang mit den von der Chemiegewerkschaft geforderten gesundheitlichen Präventivmaßnahmen einigten sich die Verhandlungspartner auf eine Abgeltung pro Schichtarbeiter im Nachtschichtbereich von jeweils € 30,-. "Es waren dies die mit Abstand härtesten Kollektivvertragsverhandlungen in jüngerer Vergangenheit. Bedauerlicherweise hat sich im Zuge der Diskussion immer wieder herausgestellt, dass das sozialpartnerschaftliche Denken in Österreich bei weitem nicht mehr so ausgeprägt ist, wie es einmal war. Die Gewinnmaximierung der Unternehmen steht im Vordergrund, offensichtlich ist man immer mehr bestrebt, die Arbeitnehmer an den wirtschaftlichen Erfolgen nicht teilhaben zu lassen. Es ist dabei wohl unschwer eine direkte Verbindung mit der neoliberalen Philosophie der noch amtierenden blau-schwarzen Regierung herzustellen," bedauert Wilhelm Beck die aufgezeigten Entwicklungen und unterstrich gleichzeitig auch die zukünftige Kampfbereitschaft der Chemiegewerkschaft.

ÖGB, 5. Juni 2002
Nr. 500

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