Molterer: Umweltförderung stand 2001 im Zeichen des Klimaschutzes

Umweltbericht 2001 belegt Rekordzahl an Umweltschutzprojekten

Wien (OTS) - Sehr zufrieden zeigte sich Umwelt- und Landwirtschaftsminister Molterer am heutigen Welt-Umwelttag über die Umweltförderungsbilanz 2001. Mit 2.828 Projekten wurde die bisher größte Anzahl an Umwelt-Projekten gefördert. Mit Förderungszusagen des Umweltministers in der Höhe von EUR 492,3 konnten Investitionen in die österreichische Umwelt im Ausmaß von EUR 1.448,5 Mio. realisiert werden. Auffallend groß war die Zahl der geförderten Klimaschutzprojekte. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft mit.****

Schutz des Wassers

Bedeutendster Förderungsbereich war 2001 die Siedlungswasserwirtschaft. EUR 337,3 Mio. an Förderungsmitteln wurden für 1.987 Projekte vom Umweltminister vergeben und damit Investitionen zum Schutz der Gewässer und zum Ausbau der Trinkwasserversorgung von EUR 1.085 Mio. ausgelöst.

Trotz der im Zuge der Stabilisierung des österreichischen Staatshaushaltes auch im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft notwendigen Einsparungsmaßnahmen ist es gelungen, die Anzahl der geförderten Projekte von 1.816 im Jahr 2000 auf 1.987 im Jahr 2001 zu erhöhen. Für Molterer ist diese positive Entwicllung ein klarer Beweis dafür, dass es gelungen ist, mit weniger Fördermittel höhere Umweltschutzeffekte zu erzielen, ohne die soziale Verträglichkeit der Gebühren zu gefährden.

Klimaschutz im Mittelpunkt

Klimaschutz ist für Umwelt- und Landwirtschaftsminister Molterer keinwegs nur ein Lippenbekenntnis. Die Zahlen des Umweltberichtes untermauern dies deutlich: Bei den auf betriebliche Maßnahmen abzielenden Umweltförderungen im Inland wurden die Fördergelder gegenüber 2000 um 20 % auf EUR 35.4 Mio. erhöht. Für das Jahr 2002 und die folgenden verspricht Molterer - auch vor dem Hintergrund der nun von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union durchgeführten Ratifizierung des Kyotoprotokolls - eine weitere Erhöhung der Fördermittel.

Einen Teil seiner Klimaschutzverpflichtungen will Österreich auch durch die Anwendung gemeinsamer Klimaschutzmaßnahmen mit anderen Staaten erfüllen. Über die Förderungsschiene "Umweltförderungen im Ausland" wurden bereits bisher klimarelevante Maßnahmen unterstützt. Im Jahr 2001 flossen aus diesem Titel EUR 2,8 Mio. Seit Einführung der Maßnahme im Jahr 1993 wurden insgesamt EUR 38,8 Mio. in ausländische Klimaschutzprojekte investiert.
EUR 116,4 Mio. für die Altlastensanierung

Wichtige Impulse für die Revitalisierung ehemaliger Industriestandorte brachte die Reform der Förderungsrichtlinien im Bereich der Altlastensanierung. Hier wurden neue Anreize geschaffen, um die Sanierung oder Sicherung von kontaminierten Gewerbe-und Industriestandorten zu forcieren. 2001 wurden EUR 116 Mio. an Bundesmitteln im Bereich der Altlastensanierung investiert.

Einerseits wurde nun fixiert, dass im Einklang mit dem EU-Recht der für die Verschmutzung verantwortliche Unternehmen im Gegensatz zur früheren Regelung nicht mehr bzw. unter Anwendung der "de-minimis"-Beihilfe nur mehr mit max. EUR 100.000,- (Summe aller öffentlichen Förderungen binnen drei Jahre) gefördert werden darf und die Förderung erstmals eine Abstufung der Förderung in Abhängigkeit der Prioritätenklasse enthält.

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