Bures: Fall Gaugg zeigt Sittenbild der FPÖ

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures hält den FPÖ-Abgeordneten Gaugg - der, wie Bures betonte, "nur durch parteipolitische Packelei" zu seinem Job in der PVA kam - "eigentlich für beide Funktionen untragbar". Gaugg will, wie die Zeitschrift "News" berichtet, sein Mandat im Nationalrat auf keinen Fall aufgeben. "Die letzten Tage zeigen in großer Deutlichkeit, worum es Gaugg und der FPÖ wirklich geht: Um möglichst hohe Gehälter auf Kosten der Allgemeinheit und um möglichst viele Machtpositionen für Parteigänger", so Bures. "Der Fall Gaugg zeigt wahrlich ein Sittenbild der FPÖ", fügte Bures hinzu. ****

"Mit seinem würdelosen Rittern um einen möglichst hohen Doppelverdienst nimmt sich Gaugg nun auch noch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit als Sozialsprecher einer Parlamentspartei", fügte Bures hinzu. Für besonders prekär hält Bures den Umstand, "dass sich Multifunktionär Gaugg gern selbst zum sozialen Gewissen der FPÖ stilisiert". Andererseits, so Bures abschließend, "ist Gaugg für seine Partei nur allzu typisch".

Die Behauptung von FPÖ-Parteichefin Riess-Passer, dass Gaugg natürlich sein Mandat zurücklegen werde, wenn er seinen neuen Job antritt, sei mittlerweile Makulatur, so Bures. Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin fordert Riess-Passer dazu auf, ihr Versprechen zu erfüllen und dafür zu sorgen, dass Gaugg sein Mandat zurücklegt und seinen "Sondervertragspoker" beendet. "Es entsteht der Eindruck", so Bures abschließend, "dass in der FPÖ für Multifunktionäre und Gagenritter alles erlaubt ist, so lange sie außerdem auch noch Haider-Freunde sind." (Schluss) wf

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