P.M. Latyschew präsentiert Föderalbezirk Ural als "Modell für ganz Russland"

WKÖ-Präsident Leitl für Unterstützung Österreichs zu Russlands WTO-Beitritt

Wien (PWK383) - Als weiteren Höhepunkt der russisch-österreichischen Besuchsdiplomatie bezeichnete WKÖ-Präsident Christoph Leitl gestern die hochrangige Ural-Delegation unter der Leitung des bevollmächtigten Vertreters des Präsidenten der Russischen Föderation P.M.Latyschew in der WKÖ. "Österreich unterstützt voll den geplanten WTO-Beitritt Russlands, der zur wirtschaftlichen Stabilität Russlands beitragen wird. Nur wirtschaftliche Stabilität sichert den Frieden weltweit", betonte Leitl bei der Begrüßung Latyschews. "Sowohl die Beziehungen Russlands zur EU als auch die bilateralen zu Österreich seien ausbaufähig und können dank der neuen Rechtssicherheit auf ein wesentlich höheres Niveau angehoben werden", ist Leitl überzeugt.

Das große Interesse am Wirtschaftsforum Ural-Österreich sei ein weiterer Beweis für die Chancen, die gerade für Österreich im Ural, der als "industrielles Herz Russlands" bezeichnet wird, bestehen. Latyschew nannte bei der Einleitung des Forums mehrere Gründe für seine Reise nach Wien und Linz. Präsident Putin habe am 18.4. dieses Jahres bei seiner jährlichen Botschaft an die Vollversammlung, die Beziehungen zur EU zum Schwerpunkt der russischen Außenpolitik deklariert. Es sei das Ziel des Österreich-Besuches der Ural-Delegation, österreichische Unternehmen Informationen über die Wirtschaft des Urals und vor allem über das politische Umfeld und die Veränderungen im Geschäftsleben, die Verabschiedung neuer Wirtschaftsgesetze sowie der Steuer- und Gerichtsreform zu geben. "Es wurden positive Rahmenbedingungen für die Investitionstätigkeit gerade im Ural geschaffen und wir haben 200 Innovations- und 100 Investitionsprojekte mitgebracht, die für Österreich interessant sein können", so Latyschew. Namhafte Firmenvertreter deponierten ihr Interesse im Landwirtschaftsbereich, Pharmabereich, Krankenhausneu-und -umbau, Lebensmitteltechnik, Bierbrauereibereich, dezentrale Energiesysteme - Themen, die derzeit im Ural vordringlich einer Lösung bedürfen und wo österreichisches Knowhow, das bereits weltweit erfolgreich angewandt wird, gefragt ist.

Im anschließenden Club Internationale Wirtschaft präsentierte Latyschew in seinem Vortrag "Günstiges Investitionsklima in der Russischen Föderation und im Föderalbezirk Ural" die Eckdaten der erfolgten Wirtschaftsreformen Russlands. Da der Ural Platz Eins bei der Industrieproduktion Russlands einnimmt und gleichzeitig über 26 % der Weltgasvorräte und 6% der Weltvorräte an Erdöl in seinem Bezirk konzentriert, ist die "Modellrolle" des Urals verständlich. Mit seiner günstigen wirtschaftlichen und geografischen Lage, einer Bevölkerungszahl von 12,5 Mio Menschen und einem hohen wissenschaftlichen Ausbildungsstand ist der Ural ein idealer Investitionsstandort in der Russischen Föderation.

Um den Dialog mit den Auslandsinvestoren zu aktivieren, wurde neben der Schaffung der Rahmenbedingungen der "Spezielle Rat für Auslandsinvestitionen gegründet. Zusätzlich hat sich im Dienstleistungsbereich, der zur Förderung von Auslandsinvestitionen notwendig ist, im World Trade Center in Jekaterinenburg etabliert. Die im Föderalbezirk Ural funktionierenden Bank-, Versicherungs- und Rechtsfirmen liefern einen wichtigen Beitrag zur Realisierung von Geschäftstätigkeiten. "Das Volumen der Auslandsinvestitionen habe sich im Ural im Vorjahr bereits verdoppelt. Im ersten Vierteljahr 2002 betrug das Volumen der Investitionen in den nicht finanziellen Sektor des Bezirkes bereits 531,3 Mio USD, das sind 14% der gesamten Auslandsinvestitionen in Russland", so Latyschew. Das gesamte Investitionsvolumen Österreichs im Ural sei noch sehr niedrig und betrug in den ersten 3 Monaten 2002 nur 3,5 Mio USD", stellt Latyschew bedauernd fest. (pt)

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Tel.: (++43-1) 50105-4464
Fax: (++43-1) 50105-263
presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK