"Wien on" im weltgrößten Klima-Wind-Kanal

Rieder und Reichold starten Wind-Turbine

Wien, (OTS) "Wind on" im größten Klima-Wind-Kanal der Welt auf den Paukergründen in Wien-Floridsdorf. Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp Rieder und Infrastrukturminister Dr. Matthias Reichold starteten Dienstag Abend gemeinsam die Windturbine im kleineren der beiden Tunnel.

Rieder: "Der Klima-Wind-Kanal ist das Leitprojekt für den geplanten Wirtschafts- und Technologiepark Paukergründe. Im Sog dieses international einzigartigen Projektes sind eine Reihe von Ansiedlungen von Forschungsstätten und Unternehmen geplant. So gibt es ein Kooperationsangebot der renommierten Austrian Research Centers an die Stadt Wien zur Etablierung von Clustern und Innovationsnetzwerken in den Verkehrstechnologien im Rahmen des Vienna Region Clusters "Automotive Industries"." Allein durch die Kooperation würden auf dem Gebiet der Paukergründe 5000 m2 Forschungs- und 3.500 m2 Büroflächen sowie rund 130 Arbeitsplätze geschaffen werden.****

Mit den Bauarbeiten für den Wiener Klima-Wind-Kanal wurde im März 2001 begonnen. Mittlerweile konnte sowohl der zeitliche als auch der finanzielle Rahmen unterschritten werden, sodass Dienstag Abend "Wind on" begangen werden konnte.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 65,5 Mio. Euro, wovon 13,2 Mio. Euro im Zuge eines nachrangigen Darlehens, in dem auch das Grundstück enthalten ist, von der Stadt Wien aufgebracht werden. Die Fertigstellung des Klima-Wind-Kanals soll im Dezember 2002 erfolgen.

Die Finanzierung des Projektes erfolgte im Rahmen einer Public Private Partnership: Der Klima-Wind-Kanal ist im Eigentum der Rail Test & Research GmbH (RTA), einer Tochtergesellschaft der Schieneninfrastrukturfinanzierungs-Gesellschaft SCHIG als "Public Partner" und der Rail Tec Arsenal GmbH (RTA) als "Private Partner". An der RTA sind die führenden Schienenfahrzeugsbauer Adtranz, Alstrom, Bombardier, Siemens Verkehrstechnik und Ansaldo/Breda/Firema beteiligt.

Der Klima-Wind-Kanal verfügt über einen großen (100 Meter) und einen "kleinen" (31 Meter) Kanal. In den Kanälen können alle erdenkbaren Klimabedingungen simuliert werden, denen Schienen- und andere Fahrzeuge im praktischen Betrieb ausgesetzt sein können. So rangiert der Temperaturbereich zwischen -50 und +60 Grad Celsius, Windgeschwindigkeiten können zwischen 10 und 250 km/h simuliert werden. Parallel dazu können Regen und Schnee "hinzugefügt" und die Luftfeuchtigkeit stufenlos reguliert werden.

Der neue Klima-Wind-Kanal auf den Paukergründen ersetzt den mittlerweile "in die Jahre" gekommenen Klima Wind Kanal im Arsenal. Schon hier wurden High-Tech-Schienenfahrzeuge auf ihre Praxistauglichkeit getestet, etwa der französische TGV, der deutsche ICE, aber auch Nahverkehrsfahrzeuge wie die Washingtoner U-Bahn. (Schluss) nk

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