Sozialminister Haupt: Österreichischer Freiwilligenrat wird eingerichtet

Freiwilligenenquete im Parlament: Haupt zieht positive Bilanz

Wien (BMSG/OTS) - "Wir können es uns niemals leisten, auf die Arbeit von Freiwilligen zu verzichten", zieht Sozialminister Mag. Herbert Haupt anlässlich einer Enquete im Parlament über das "Internationale Jahr der Freiwilligen 2001" Bilanz. Umfang und Wert des freiwilligen Engagements bewegen sich in Österreich auf sehr hohem Niveau, mehr als 51 % der Österreicher/innen ab 15 Jahren sind ehrenamtlich aktiv. ****

Um in Österreich Barrieren und Hürden, die der Arbeit von Freiwilligen im Weg stehen, beiseite zu räumen, plant Minister Haupt die Einrichtung eines "Österreichischen Freiwilligenrates". Diese überparteiliche Plattform soll einerseits der Politik beratend zur Seite stehen, andererseits als Interessensvertretung der Freiwilligenarbeit agieren. "Wir müssen die Weichen so stellen, dass freiwilliges Engagement auch in Zukunft geleistet werden kann, und dass sich immer mehr Menschen freiwillig engagieren", ist Minister Haupt überzeugt.

Um auch seitens des Nationalrates ein Signal an die Freiwilligen zu setzen, wie wichtig und hoch geschätzt ihre Arbeit ist, wurden die vier Parlamentsfraktionen dazu motiviert, einen Freiwilligensprecher bzw. -sprecherin zu nominieren. Sie sollen Garant dafür sein, dass sich der Nationalrat künftig verstärkt und vorrangig den Anliegen von Freiwilligen widmet. Minister Haupt möchte zusätzlich dazu objektiv und umfassend klären, wie es um die Situation des Freiwilligenengagements in Österreich bestellt ist. "Ich werde bereits in der nächsten Legislaturperiode - analog zum Familien- und zum Seniorenbericht - einen Freiwilligenbericht an den Nationalrat legen. Er soll dokumentieren, wie sich die Freiwilligenarbeit in Österreich qualitativ und quantitativ weiterentwickelt hat", kündigt der Sozialminister an.

Für die Zukunft des freiwilligen Engagements sieht der Sozialminister zwei große Hoffnungsgruppen: Einerseits ist es die Gruppe der "jüngeren Senioren", andererseits sind es die jungen Menschen, die zu mehr Engagement motiviert werden sollen. Gerade den Jüngeren, bei denen die reale Beteiligung in der Freiwilligenarbeit sogar rückläufig ist, soll die Freiwilligenarbeit mit ganz gezielten Maßnahmen schmackhaft gemacht werden. Überlegt wird zur Zeit etwa die Einführung eines "Freiwilligenpasses", der die Tätigkeiten dokumentiert und beispielsweise bei der Arbeitssuche eine bedeutende Rolle spielen könnte. In vielen anderen Ländern ist es bereits jetzt Selbstverständlichkeit, bei der Personalauswahl auch das soziale Engagement der Bewerber als Kriterium heranzuziehen.

Mit dem 5. Dezember 2001, dem internationalen Tag der Freiwilligen, endete offiziell das "Jahr der Freiwilligen 2001", jedoch nicht für Minister Haupt. Der Sozialminister kann rückblickend auf eine eindrucksvolle Bilanz verweisen: "Es wurden insgesamt 8 Arbeitskreise installiert, die allesamt eine Vielzahl von Maßnahmen und Vorschlägen erarbeitet haben, um das freiwilliges Engagement in Österreich zu stärken und die Rahmenbedingungen zu verbessern. Daran werden sich auch meine Maßnahmen zur Aufwertung des Ehrenamtes orientieren."

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