Grüne/Weltumwelttag: Umweltschutz beschränkt sich in Wien auf PR-Aktionen der Umweltstadträtin

GR Rüdiger Maresch zieht negative Bilanz für den Wiener Umweltschutz

Wien (Grüne) - Keinen Anlass zur Freude gibt es für Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen, am heutigen Weltumwelttag für den Umweltschutz in Wien. Im letzten Jahr wurden wichtige Umweltprojekte budgetär massiv gekürzt. "Das Projekt Öko-Kauf zum Beispiel, das die Beschaffung umweltfreundlicher Produkte im Magistrat der Stadt Wien forciern soll, hat nur mehr ein Viertel des notwendigen Budgets zur Verfügung. Versprochene Müllvermeidungsprojekte werden nicht realisiert und bei der Umsetzung des ÖkoPlex, dem Vermarktungszentrum für ökologische Produkte, geht ebenfalls nichts weiter", so die negative Bilanz des Umweltsprechers.

Laut Maresch werden für den Umweltschutz vorgesehene finanzielle Mittel von der Umweltstadträtin vorwiegend für PR-Kampagnen eingesetzt. "In einem unerträglichen Maße wird in den letzten Monaten und Tagen repetiert, dass Wien Umweltmusterstadt sei und die beste Luftqualität hätte. Tatsächlich ist in Wien die Luftqualität aufgrund der Wettersituation besser als in anderen Großstädten, aber, wie eine aktuelle Arbeit des Umweltbundesamtes zeigt, werden auch hier Luftgrenzwerte überschritten", so der Grüne Umweltsprecher. Entsprechende Maßnahmen, die zu einer aktiven Verbesserung der Luftqualität in Wien führen würden, werden von der Umweltstadträtin hingegen nicht gesetzt.

Bereich Abfall: Wien ist im Vergleich mit anderen Großstädten ein Spitzenreiter bei der pro Kopf Müllmenge, die getrennt gesammelten Abfallmengen sind deutlich geringer, als in allen anderen österreichischen Bundesländern. Besonders negativ für den zukünftigen Wiener Umweltschutz sehen die Grünen auch, dass die Wiener SPÖ-Stadtregierung sich erst vor einem Monat gegen die Schaffung einer gentechnikfreien Zone Wien entschieden hat. "Aufgrund dieser Politik kommt die Freisetzung genmanipulierter Pflanzen vielleicht noch heuer auf die Wiener Bevölkerung zu", so Maresch.

"Der Analyse, dass der Umweltschutz dem Fetisch Nulldefizit zum Opfer fällt und der Forderung nach aktivem Umweltschutz statt PR-trächtigem Aktionismus, erhoben von der SPÖ-Umweltsprecherin NR.Abg. Ulli Sima, können wir uns inhaltlich voll anschließen. Nur:
Auch in Wien gibt es kein Geld für aktiven Umweltschutz", meint der Grüne Umweltsprecher abschließend.

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