ENQUETE ZUM THEMA JAHR DER FREIWILLIGEN IM PARLAMENT Fischer und Haupt einig: Arbeit der Freiwilligen weiter fördern

Wien (PK) - Heute Vormittag eröffneten Nationalratspräsident
Heinz Fischer und Bundesminister Herbert Haupt im Budgetsaal des Parlaments eine vom Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen organisierte ganztägige Enquete mit dem Titel "Internationales Jahr der Feiwilligen 2001 - Bilanz und
Ausblick".

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, an der zahlreiche Abgeordnete
und Bundesräte teilnehmen, stehen Berichte über Aktivitäten in dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Jahr der Freiwilligen 2001 und Analysen zur Situation der Freiwilligenarbeit in Österreich. Außerdem wird das "Freiwilligen-Manifest" mit den sieben Forderungen zur Förderung freiwilligen Engagements präsentiert - sein Motto lautet: Freiwilligkeit braucht Anerkennung, Ausbildung, gesetzliche Grundlagen, Kooperationen, Plattformen, Unterstützung und Öffentlichkeit. - Übereinstimmend stellten Präsident Fischer und Minister Haupt die immense
Bedeutung der freiwilligen Arbeit für die Gesellschaft fest und plädierten dafür, dass das Jahr der Freiwilligen kein einmaliges Ereignis bleiben, sondern nachhaltig im Sinne der Unterstützung freiwilliger Arbeit weiterwirken soll.

Nationalratspräsident Heinz Fischer bekannte sich in seinen Begrüßungsworten an die Teilnehmer der Enquete nachdrücklich zu dem Ziel, den Wert der freiwilligen Arbeit in Österreich zu würdigen, Impulse zu geben und dafür zu sorgen, dass die Aktivitäten zur Förderung des freiwilligen Engagements nicht auf ein Jahr beschränkt bleiben, sondern über das Jahr 2001 hinaus wirken. Heinz Fischer, selbst in mehreren
Freiwilligenorganisationen tätig, unter anderem als Präsident der "Naturfreunde", wies darauf hin, dass 5 Millionen Österreicher insgesamt 95.000 gemeinnützigen Vereinen und Verbänden angehören und mindestens ein Drittel von ihnen regelmäßig und zumeist unentgeltlich für ihre Organisationen tätig sind. Den Produktionswert der freiwilligen Arbeit in Österreich bezifferte der Nationalratspräsident mit 6 Mrd. Euro und sprach von einem "unverzichtbaren Kapital unserer Gesellschaft, das es zu
würdigen, zu fördern und zu unterstützen gelte".

Bundesminister Haupt dankte dem Nationalratspräsidenten für die Möglichkeit, diese Enquete im Parlament abzuhalten und den erschienen Mandataren für ihr Interesse an der Arbeit der Freiwilligenorganisationen. Minister Haupt machte auf die
Ergebnisse der acht Arbeitskreise aufmerksam, die sein Ressort
zum Thema Freiwilligenarbeit eingerichtet hat, und warb für die Umsetzung ihrer Vorschläge und deren Unterstützung durch die Politik. Haupt hob die soziale Kompetenz hervor, die Freiwillige
in ihrer Arbeit erwerben, und sah den Vorschlag positiv, einen "Freiwilligenpass" einzuführen, der auch bei der Jobsuche helfen könne. Er wies auf seine Absicht hin, ein Curriculum für die Aus-und Weiterbildung Freiwilliger auszuarbeiten und hielt es für wichtig, eine "Börse" für freiwilliges Engagement einzurichten, speziell auch um Jugendlichen den Zugang zu Projekten der Freiwilligenarbeit zu erleichtern.

In diesem Zusammenhang nannte Haupt das bereist bestehende Internatportal "www.freiwilligenarbeit.at". Mit einem "Freiwilligen-Oskar" will Herbert Haupt in Zukunft das gemeinnützige Engagement von Unternehmen fördern und kündigte außerdem die Einrichtung eines "Österreichischen Freiwilligenrates" an, dessen Aufgabe es sein wird, Barrieren für freiwilliges Engagement in Österreich aus dem Weg zu räumen.
Stolz zeigte sich der Bundesminister darüber, dass das österreichische Modell zur Förderung der freiwilligen Arbeit älterer Menschen in der EU als "Best Practise Modell" angesehen wird. In der nächsten Gesetzgebungsperiode werde er dem
Nationalrat einen Bericht mit weiteren Analysen zur Situation der freiwilligen Arbeit in Österreich vorlegen, kündigte Bundesminister Herbert Haupt an. (Schluss)

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