Zwei Veranstaltungen von Österreich 1 im Rahmen der ScieneWeek Austria

Wien (OTS) - Im Rahmen der österreichweit stattfindenden ScienceWeek präsentiert die Wissenschaftsabteilung von Österreich 1 zwei Veranstaltungen im RadioKulturhaus. Am Montag, den 10. Juni um 17.00 Uhr findet im RadioCafe eine Podiumsdiskussion zum Thema "Gewalt in der Schule: Erscheinungsformen - Ursachen - Prävention" statt, am Sonntag, den 16. Juni steht im Großen Sendesaal ab 20.00 Uhr "Password Wissenschaft: Universum Hand" auf dem Programm. Bei beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei.****

Die Podiumsdiskussion "Gewalt in der Schule: Erscheinungsformen -Ursachen - Prävention" findet am Montag, den 10. Juni um 17.00 Uhr im RadioCafe statt. Es diskutieren: Univ.-Prof. DDr. Christiane Spiel, Leiterin des Arbeitsbereichs Bildungspsychologie & Evaluation, Institut für Psychologie, Univ. Wien; SC Dr. Heinz Gruber, Leiter d. Sektion V "Lehrer- u. Erzieherbildung, allg. pädag. Angelegenheiten, Erwachsenenbildung; Bildungsberatung" des Bundesministeriums für Bildung Wissenschaft und Kultur; Kurt Kremzar, Vorsitzender des Verbands der Elternvereine an Pflichtschulen; Dr. Susanne Brandsteidl, amtierende Präsidentin; Stadtschulrat Wien; V.-Ass. Mag. Moira Atria, AB Bildungspsychologie & Evaluation; Institut für Psychologie, Universität Wien. Moderation: Dr. Martin Bernhofer, Ö1-Wissenschaftsredaktion; Mag. Christian Szabady, "Rat auf Draht", präsentiert Beispiele aus der Praxis.

Seit Beginn der 90-er Jahre hat das Thema Gewalt in der Schule stark an Bedeutung gewonnen. Spektakuläre Medienberichte veranlassten zu einer breiten öffentlichen Debatte und zeigten den Bedarf an Forschungsergebnissen auf. Auch das jüngste tragische Geschehen in Erfurt wirft zwangsläufig die Frage auf: Was kann man gegen Gewalt tun? Zur Frage, ob Gewalt innerhalb der letzten Jahre angestiegen sei, liegen unterschiedliche Befunde vor. Um zu einer eindeutigen Antwort zu kommen, müsste man über repräsentative Langzeituntersuchungen verfügen, diese liegen aber nicht vor. Wissenschafter sehen aber einen "qualitativen" Wandel: Während die Gesellschaft heute insgesamt sensibler gegenüber Gewalt reagiert, scheinen einzelne jugendliche Gewalttäter brutaler als früher vorzugehen.

Ziel der Veranstaltung ist es, neue Forschungsergebnisse zu präsentieren und Handlungsmöglichkeiten für die Praxis zu diskutieren. Experten aus Forschung und Praxis nehmen zu folgenden Fragen Stellung: Wann spricht man von Gewalt in der Schule? Wer ist daran beteiligt? Wann entsteht Gewalt? Und vor allem: Was kann man gegen Gewalt in der Schule tun?

Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist frei, Anmeldung unter stefan.stieger@univie.ac.at oder Fax: 01/42 77 478 79. Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Österreich 1 und dem Institut für Psychologie, Universität Wien (Arbeitsbereich Bildungspsychologie & Evaluation).

"Password Wissenschaft: Universum Hand"

"Universum Hand" ist das Thema von "Password Wissenschaft", der multimedialen Inszenierung von Wissenschaft am Sonntag, den 16. Juni ab 20.00 Uhr im Großen Sendesaal des RadioKulturhauses. Film, Video, Musik, Tanz und Literatur werden an diesem Abend eingesetzt, um die Welt der Hände mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Stargast des Abends ist Univ.-Prof. Dr. Hildegunde Piza, Leiterin der Abteilung für plastische und Wiederherstellungschirurgie an der Universitätsklinik in Innsbruck. Sie hat Medizingeschichte geschrieben als es ihr gelang, dem Polizisten Theo Kelz zwei neue Hände zu transplantieren. Piza: "Die Hände sind ein wunderbares Universum. Die Hand ist im Gehirn sehr groß repräsentiert, größer als die Füße."

Neueste Forschungen zeigen die enge Wechselbeziehung zwischen Gehirn und Hand. Das Gehirn eines erwachsenen Menschen kann sich sogar an zwei neue, transplantierte Hände gewöhnen. Hirnteile, die direkt mit den Händen verbunden sind, beteiligen sich nach einer Handtransplantation an der Koordination der neuen Hände. Das zeigte sich auch bei Theo Kelz. Er musste in mühsamer Kleinarbeit wieder lernen, Daumen und Zeigefinger zusammenzubringen, um eine Kaffeetasse zu halten oder die Hand zu schließen, um ein Hemd anzuziehen, ist aber heute sogar in der Lage, Motorrad zu fahren. Theo Kelz wird ebenfalls an diesem Abend anwesend sein.

Die Ö1-Veranstaltung findet im Rahmen der österreichischen ScienceWeek statt und wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie unterstützt. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen im Kartenbüro des RadioKulturhauses unter 01/501 70/377.(ih)

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