Sima zu Nitrofen-Fleisch: "Aussagen von Ernährungs-Agentur-Chef unangebracht"

"Auch wenn keiner tot umfällt, ist Verharmlosung inakzeptabel"

Wien (SK) Als "inakzeptabel" bezeichnet SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima die Aussagen des Geschäftsführers der Ernährungsagentur Walter Schuller, wonach niemand bei "Einmal-Genuss" von Nitrofen-Fleisch "tot umfällt". "Schuller disqualifiziert sich mit seinen Worten selbst. Vom Geschäftsführer jener Agentur, die in diesem Land für die Sicherheit der Nahrungsmittel verantwortlich ist, erwarten sich die KonsumentInnen qualifizierte Stellungnahmen und umgehendes Handeln", so die Umweltsprecherin. Sima spricht sich gegen jegliche Panikmache im Falle des aus Deutschland importierten Geflügelfleisch aus, eine Verharmlosung, wie sie Schuller betreibt, sei aber jedenfalls unangebracht. ****

"Die bereits vor Gründung der neuen Ernährungs-Agentur geäußerten Zweifel an ihrer Effizienz werden durch die unfassbaren Aussagen Schullers einmal mehr erhärtet", so Sima. Eine weitere zentrale Frage sei laut Sima, warum seit Jahren keine Routineprüfungen auf Nitrofen durchgeführt wurden. "Der deutsche Giftweizen-Skandal zeigt einmal mehr, dass konsequente Kontrollen auch auf verbotene Substanzen das Gebot der Stunde sind", so Sima. Die Umweltsprecherin fordert, dass deutsches Geflügelfleisch umgehend aus dem Handel genommen wird und die Testergebnisse sofort nach Vorliegen der Öffentlichkeit bekanntgegeben werden.

"Selbst wenn es sich um eine einmalige Angelegenheit handeln sollte, so haben die Konsumenten ein Recht auf volle Transparenz, ihr Vertrauen ist nach den zahlreichen Lebensmittel-Skandalen der letzten Zeit ohnehin schwer erschüttert", so Sima. Ob die heutigen Aussagen Schullers zielführend sind, dieses Vertrauen zurückzugewinnen, dürfe laut Sima mehr als bezweifelt werden. (Schluss) wf/mm

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