Neuerscheinung: "Was Reichtümer vermögen"

Gewinner und VerliererInnen in europäischen Wohlfahrtsstaaten

Wien (OTS) - Die Frage, was Reichtum sei, ist so alt und umkämpft wie die Bewertung von Armut. Handelt es sich dabei ja um die Auseinandersetzung darüber, was wir in Fülle haben wollen und was uns als Mangel erscheint. Das oberste Fünftel der Haushalte besitzt knapp die Hälfte der Einkommen und über zwei Drittel der Ersparnisse.* Die aktuelle Entwicklung kennt viele Gewinner und umso mehr VerliererInnen. Gleichzeitig werden unsere Gesellschaften immer reicher. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt wird Österreich in 30 Jahren doppelt so reich sein wie es heute schon ist.

Reichtum hat aber mehr Gesichter als Geld und Vermögen. Ein Land kann Reichtümer im Bereich öffentlicher Güter oder Leistungen haben:
das Wissen und Können der Menschen, Sozialstandards, Gesundheitssysteme zum Beispiel. Sie sind Reichtums- und Wohlstandsindikatoren.

Wie der Reichtum für alle reicht, dem gehen die AutorInnen aus ökonomischer, soziologischer und philosophischer Sicht nach. Sie beschäftigen sich mit dem Phänomen Reichtum, dem Steuersystems, den internationalen Finanzmärkten, der Funktion der öffentlichen Güter, der Finanzierung des europäischen Sozialmodells, Diskursen der Gerechtigkeit und dem Begriff des guten Lebens.

Inhaltsverzeichnis:

Editorial - Küblböck/Obermayr/Schenk/Schlager

I. Überlegungen zum Reichtum:

Berd Ladwig: "Arm und Reich - eine normative Betrachtung"
Maria Maiss: "Das gute Leben oder Reichtum als volle Erfüllung menschlicher Verwirklichungschancen"

Karl Bachinger: "Im Namen Gottes, der Gesellschaft und Natur - Zur Legitimation von Reichtum im neuzeitlichen Kapitalismus."

Nikolaus Dimmel: "Reichtumspflege und Marktreligion - Zur Rechtfertigungsfähigkeit extremer sozialer Ungleichheit"

II. Reichtum im globalen Kontext:
Karin Küblböck/Bernhard Obermayr: "Reichtum schafft Institutionen -Enron oder wie die freie Marktwirtschaft funktioniert"

Alessandro Pelizzari: "Kommodifizierte Demokratie - Zur politischen Ökonomie der 'Modernisierung’ im öffentlichen Sektor"

Suzanne de Brunhoff : "Geld und Verteilung - Gewinner und Verlierer der neoliberalen Geldpolitik"

III. Politik des Reichtums:
Luise Gubitzer: "Reichtum ist begehrlich - Zur Orientierung in der Reichtumsökonomie und Reichtumsgesellschaft."

Christine Mayerhuber: "Erfindungsreichtum zur Abschlankung des europäischen Pensionssystems"

Karen Rowlingson: "Ungleiche Vermögensverteilung in Großbritannien und die Lebenszyklushypothese - die Auswirkungen von Einkommen/sozialer Schicht und Geschlechtszugehörigkeit

Vanessa Redak/Christa Schlager: "Auf den Weg in dei 40%-Ökonomie? -Die Vermögensgesellschaft und ihre wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Implikationen."

IV. Aktuelle Befunde und Berichterstattung:
Gerhard Wohlfahrt: "Einkommensverteilung in Österreich"
Claus Schäffer: "Die ökonomische Effizienz des Sozialen - Zum Armuts-und Reichtums-Bericht der deutschen Bundesregierung und seine nicht-gezogenen Konsequenzen"

Ernst Ulrich Huster: "Reichtum eine unbekannt bekannte Größe."

Michael Wagner-Pinter: "Ist Reichtum das Gegenteil von Armut? - Über die Herausforderungen einer Berichterstattung zum privaten Reichtum in Österreich

WAS REICHTÜMER VERMÖGEN
Gewinner und VerliererInnen in europäischen Wohlfahrtsstaaten.
Hg von DIE ARMUTSKONFERENZ/ ATTAC / BEIGEWUM
Mandelbaum Verlag, 272 Seiten, gebunden, 13,90 Euro

* Tabelle senden wir gerne zu.

Rückfragen & Kontakt:

DIE ARMUTSKONFERENZ.
Österr. Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung.
01/408 06 95/23 oder 0664/ 544 55 54

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/NEF/OTS