Die Deregulierung aus der Sicht österreichischer Experten

Weiterhin Gewährleistung der Daseinsvorsorge

Wien, (OTS) Bei der Podiumsdiskussion zum Themenkomplex "Regulierung der Deregulierung von Infrastrukturmärkten" im Vorfeld des VÖWG-Jubiläumskongresses im Juni kamen Experten aus dem Kreis der Dienstleister und der Regulierungsbehörden zu Wort und befassten sich auch mit Fragen, die die Menschen direkt betreffen und unter dem Oberbegriff "Daseinsvorsorge" geläufig sind.

Seitens der Wiener Stadtwerke Holding AG. hielt Dr. Wilhelm Koutny (Strategie und Energiekoordination) fest, dass gerade Wien mit dem Kraftwerk Freudenau in seinem unmittelbaren Bereich Energie aus Wasserkraft aufbringe, die keine langen Transportwege (Leitungen) benötige. Österreich sei mit einem Wasserkraftanteil von rund 70 Prozent innerhalb der EU führend, ergänzte dazu Prof. Dr. Fremuth, der einmal mehr die Problematik verdeutlichte, "wenn sich der Staat seiner Kernaufgaben entzieht".

Was den Zuschlag für die Kraft/Wärme-Kupplung betreffe, so sei das ELWOG auf den Netzbetreiber und nicht auf das Bundesland abgestimmt (Rechtsgutachten von Univ.Prof. Raschauer), verwies Koutny. Grundsätzlich strebe man nach sinnvollen energiesparenden Lösungen.

Auf die Diskrepanz zwischen "einem sozial erwünschten Preis und einem kostengerechten Preis" wies Mag. Johannes Mayer, Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Elektrizitäts-Control GmbH hin, auch bei einer Trennung des Netzes vom Unternehmen (Unbundling) gebe es nur bedingte Anreize, alle gleich zu behandeln. Es sei jedenfalls Aufgabe des Regulators, "das Netz herauszuschälen". (Schluss) pz

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