Auftakt des Festivals "Wörther See Classic" mit Mischa Maisky

Große Musiker interpretieren Giganten der Komposition mit kräftiger Unterstützung des Landes Kärnten - Royal Philharmonic Orchestra London spielt Brahms und Mahler - Eröffnung durch LH Haider - DDr. Nenning: Geburt der Moderne aus der Schönheit Kärntens

Klagenfurt (LPD) - Mit keinem geringeren als Mischa Maisky, Starcellist von Weltruf, wurde gestern Abend die Reihe "Wörther See Classic" gestartet. Soloviolistin Elena Denisova, die auch beim Veranstalter, der Österreichischen Gustav-Mahler-Vereinigung, "die erste Geige" spielt, intonierte mit ihm das einzige Doppelkonzert von Johannes Brahms. Und als Klangkörper glänzte das weltberühmte Royal Philharmonic Orchestra aus London. Kärnten stellte eine Quelle der Schaffenskraft für Alban Berg, Hugo Wolf, Anton Webern, Gustav Mahler oder eben Brahms dar. Hier entstanden musikalische Liebeserklärungen an Land und Leute, die heute in allen großen Konzertsälen der Welt zu hören sind. Das neue Festival hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Spuren nachklingen zu lassen.

Eröffnet wurde der Klassikzyklus durch Kärntens Landeshauptmann und Kulturreferent Jörg Haider, der darauf verwies, dass hier große internationale Musiker berühmte "Komponisten-Giganten" mit kräftiger Unterstützung des Landes interpretieren. Haider: Kärnten könne stolz sein, solche "musikalischen Sommerfrischler" beherbergt zu haben.

Die Eröffnungsrede hielt DDr. Günther Nenning, der sich den Fragen zuwandte, inwieweit die Landschaft und die Seen die "Edelferienkomponisten" zu ihren Werken inspiriert haben, wobei er Schopenhauer zitierte: "Wenn die Welt zu Ende geht, wird die Musik bleiben". Kärnten bzw. seine Liebe zu dem südlichsten Bundesland ("Ich bin ein hoffnungsloser Fall! Kärnten, das politisch bestverleumdete Land, ruft und ich komme") verteidigte der bekannte Publizist wortreich, allein schon wegen "der Geburt der Moderne aus der Schönheit Kärntens". Die Kosten für "Wörther See-Classic" wurden mit rund fünf Millionen Schilling (363.364 Euro) angegeben, wobei das Land Kärnten 1,5 Mio. S (110.000 Euro) übernimmt. Die Finanzierung erfolgt über weitere Sponsoren bzw. Einnahmen durch Kartenverkäufe, erläuterte Michael Springer, Finanzvorstand der 1995 gegründeten Gustav-Mahler-Vereinigung. Er nahm die Begrüßung der vielen Ehrengäste vor und hoffte, dass sich das Festival "Wörther See Classic" einen dauerhaften Termin im österreichischen Kulturkalender sichern könne.

Am Dirigentenpult stand zur Eröffnung am Brahms-Tag der Klaviervirtuose Alexei Kornienko, zugleich künstlerischer Leiter der Mahler-Vereinigung - mit Präsidentin Elena Denisova zählt er zur russischen Musikelite. Standen gestern schon 70 Musiker auf der Bühne des Klagenfurter Stadttheaters, so dient heute ein noch viel größerer Instrumentenpark Mahlers "Siebenter". Die Symphonie Nr. 7 e-Moll entstand in den Sommermonaten 1904 und 1905 in seinem Komponierhäuschen am Wörther See.

Bis 8. Juni ist jeder der Classic-Tage einem bestimmten Komponisten gewidmet. Am Alban-Berg-Tag (6. Juni) wurde zum Philharmonia Quartett Berlin mit dem Klarinettisten Wolfgang Meyer ein Vortrag von Dr. Horst Friedrich Mayer über das letzte Kapitel Altösterreichs eingebaut. Und der 7. Juni ist Hugo Wolf bzw. einer "Omaggio all'Italia" gewidmet. Den Abschluss bilden "Giganten des 20. Jahrhunderts": Webern und Schostakowitsch. Dazu konnte das internationale flämische Kammerorchester "I Fiamminghi" mit Rudolf Werthen als Dirigenten gewonnen werden. (Schluss)

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