KfV fordert Vision Zero

Bildhaft vorgestellt: Rund 20 Schulklassen pro Jahr werden österreichweit am Schulweg verletzt oder getötet. In Wien verunglücken 28% der Kinder am Schutzweg. KfV fordert eine drastische Reduktion dieser Zahlen

Wien (OTS) - Erstmals sind unter 4000 verletzte Kinder im Straßenverkehr zu verzeichnen. Jedes verletzte Kind ist ein verletztes Kind zuviel! "Wir sprechen uns entschieden für die sogenannte Vision Zero aus - d.h. keine getöteten und verletzten Kinder mehr im Straßenverkehr", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Wettbewerb

Heute findet die Endpräsentation im Rahmen des Videowettbewerbs Wiener Schulen statt. Schulklassen der 4. bis 9. Schulstufe hatten die Aufgabe, die Verkehrssituation im Schulumfeld als Klassenarbeit filmisch zu erfassen. 176 Kinder haben Verkehrssituationen ihres Schulumfeldes gefilmt. Es handelt sich dabei um Plätze, die den Kindern ein unsicheres Gefühl vermitteln oder solche, die sie für ein positives Beispiel guten Verkehrsverhaltens im Schulumfeld halten.

Dieser Wettbewerb ist ein wichtiger Beitrag zur weiteren Reduktion der Verkehrsunfälle.

Unfallhäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter der Kinder
Im Jahr 2001 verunglückten bei 3.629 Kinderunfällen insgesamt 3.990 Kinder (im Alter von 0-14 Jahre), das sind rund 5% weniger als im Jahr zuvor. 26 Kinder wurden dabei getötet. Kinderunfälle ereignen sich meist in den Stoßzeiten - das ist vor allem am Weg zur Schule bzw. Arbeitsplatz zwischen 7 und 8 Uhr morgens, nach Schulschluss zwischen 13 und 14 Uhr und in den Nachmittagsstunden zwischen 16 und 17 Uhr. Mit zunehmendem Alter der Kinder steigt die Unfallhäufigkeit. Gründe dafür liegen in der wachsenden selbstständigen Teilnahme am Straßenverkehr. In Wien verunglücken alleine am Schulweg 95% der Schulkinder als Fußgänger, 28% davon verunglücken am Schutzweg.

"Recht auf Sicherheit im Straßenverkehr"

Kindgerechter Verkehr beginnt zunächst einmal bei den Erwachsenen, vor allem bei deren Sicherheitsbewusstsein.

15 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 6 am verlängerten Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 10 Pkw-Insassen (davon 6 Lenker), 4 Motorrad-Lenker und 1 Radfahrer ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (5), Vorrangverletzung (3), Überholen (3) und Unachtsamkeit (2) festgestellt werden. Bei 1 Verkehrsunfall konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 4 der 14 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. 3 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache. Vom 1. Jänner bis zum 2. Juni dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 315 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende März), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 345 Menschen tödlich.

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