Saudi Arabien bietet beste Marktchancen für österreichische Exporteure

Investitionen in Energie, Trinkwassererzeugung, Infrastruktur, Gesundheitswesen und Ausbildung für Saudi Arabien vordringlich -Zollsenkung auf 5% erhöht Chancen

Wien (PWK375) - "75 Prozent der Einkünfte Saudi Arabiens werden
aus dem Rohölexport erwirtschaftet, der voraussichtlich heuer und 2003 nicht weiter steigen wird. Dennoch wuchs die Wirtschaft Saudi Arabiens trotz Senkung der Förderquote auf 7 Mio Fass pro Tag im Vorjahr um 1,5 %", beschreibt Walter Friedl, österreichischer Handelsdelegierter in Jeddah, die momentane wirtschaftliche Entwicklung. "Aufgrund des extrem hohen Bevölkerungswachstums um jährlich 3,5 % werden Investitionen in den Bereichen Energie, Trinkwassererzeugung, Telekommunikation, Infrastruktur, Gesundheitswesen und vor allem auch Ausbildung enorm steigen müssen. In all diesen Bereichen ist österreichisches Knowhow vorhanden", so Friedl.

"Regierungschef Kronprinz Abdullah betreibt persönlich die Lösung der bestehenden Strukturprobleme voran und hat die Privatisierung, Liberalisierung und Entbürokratisierung der saudischen Wirtschaft zur Chefsache erklärt", skizziert Friedl die Vordringlichkeit der strukturellen Veränderungsnotwendigkeit. Um Genehmigungsverfahren zu erleichtern, wurde die GIA (General Investment Authority) als einzige Anlaufstelle im Sinne "One Stop Shop" für ausländische Investoren gegründet, die aus Vertretern aller 8 betroffenen Ministerien besteht. Die Verhandlungen zwischen der EU und dem GKR (Golfkooperationsrat) über die Schaffung eines Freihandelsabkommens schreiten voran, wobei Saudi Arabien als ersten Schritt bereits im Mai 2001 die Zölle von 12% auf 5% für die meisten Importgüter gesenkt hat.

"Saudi Arabien zählt zu den wichtigsten Handelspartnern Österreichs im Nahen und Mittleren Osten. Die österreichischen Exporte stiegen 2000 um 6,2% und 2001 um weitere 7,6%. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass österreichische Exporteure auch in Krisenzeiten ihre Geschäftspartner regelmäßig persönlich betreuten", verweist der Handelsdelegierte auf die Notwendigkeit der persönlichen Präsenz in seinem Betreuungsland. "Österreichische Firmen sollten sich im Lichte der positiven wirtschaftlichen Entwicklung Saudi Arabiens verstärkt um diesen Markt kümmern", so Friedl, wobei er jenen, die erstmals diesen Markt bearbeiten möchten, die Aktivitäten der Außenwirtschaft Österreich empfiehlt. Als Einstieg eignen sich die "Interiors Arabia" (Internationale Messe in Jeddah vom 29.9.-3.10.2002), die "Saudi Build" (Internationale Messe in Riyadh vom 13.-17.10.2002) und eine Wirtschaftsmission im Frühjahr 2003 mit dem Thema Industriezulieferung und Technologietransfer.

"Positive Entwicklungen auch im privatwirtschaftlichen Bereich wie Kunststoff-, Nahrungsmittel-, chemischer Industrie sowie der Textil-und maschinenerzeugenden Industrie bieten vielversprechende Marktchancen", ergänzt Friedl. Eines der jüngsten Projekte umfasst die Planung, Lieferung und Errichtung einer Anlage zur Reparatur und Wiederprüfung von Flüssiggasflaschen aus Stahl, durchgeführt von Austroplan. Ladeneinrichtungen aus Österreich von Umdasch Shop Concept schmücken zahlreiche Geschäfte in Jeddah und Riyadh und die Energiegetränke von Spitz, "Power Horse" und "Red Bull" entwickeln sich zum Renner. Die 7. Seilbahn von Doppelmayr und österreichische Designerfliesen in der heiligen Moschee in Medina sind weitere Beispiele erfolgreicher österreichischer Produkte in Saudi Arabien. (pt)

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