Eisenbahner warnen vor Erweiterung des ÖBB-Vorstands

Haberzettl: GdE wird Aufstockung des ÖBB-Vorstands nicht mittragen

Wien (GdE/ÖGB). Sollte die Bundesregierung versuchen wollen, ihren politischen Einfluss auf die ÖBB mit einer Aufstockung des ÖBB-Vorstands um ein weiteres hochbezahltes Vorstandsmitglied zu verstärken, wird sie mit dem entschlossenen Widerstand der Eisenbahnergewerkschaft zu rechnen haben: GdE-Vorsitzender Wilhelm Haberzettl wies Montag zu Gerüchten über die geplante Schaffung eines vierten Vorstandspostens bei den ÖBB darauf hin, dass die Personalvertretung eine solche Aufstockung des ÖBB-Vorstands um einen zusätzlichen Finanzvorstand nicht mittragen wird.++++

Sollte es zu einer solchen Erweiterung des ÖBB-Vorstands kommen, wofür sich anscheinend ÖBB-Aufsichtsratspräsident Rottmeyer stark macht, würde die Eisenbahnergewerkschaft bzw. die Personalvertretung alle Vereinbarungen kündigen, die zur Effizienzsteigerung auch Maßnahmen in der Personalstruktur vorsehen, sagte Haberzettl. Es sei nicht einzusehen, dass bei den ÖBB EisenbahnerInnen eingespart werden, um ein zusätzliches Spitzengehalt für einen vierten ÖBB-Vorstand (inklusive der üblichen Pensionszusage) zu finanzieren. Im Übrigen sei den Spitzenmanagern bei den ÖBB dringend anzuraten, sich mit voller Kraft auf die Erreichung eines erfolgreiches Geschäftsergebnis zu konzentrieren, anstatt im Wege politischer Intrigen für ehrgeizige persönliche Ziele zu antichambrieren, schloss Haberzettl.

ÖGB, 3. Juni 2002
Nr. 491

GESENKTE LOHNNEBENKOSTEN...
...GEHEN AUF DEINE KOSTEN!
Wirtschaft und Regierung wollen Österreichs ArbeitnehmerInnen Saures geben. Der ÖGB tritt für soziale Fairness ein. Mehr unter www.oegb.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Sylvia Reiss, Telefon: 01/546 41/411
Walter Kratzer, Telefon: 0664/61 45 765

Eisenbahnergewerkschaft/Presse:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB