"profil": Aufstockung des ÖBB-Vorstands im Gespräch

Vierter Vorstand soll für Finanzen zuständig sein - wäre Teilentmachtung von ÖBB-Chef Rüdiger vorm Walde

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, gibt es im Verkehrsministerium Überlegungen, den Vorstand der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) von derzeit drei auf vier Personen zu erweitern. Laut ÖBB-Aufsichtsratspräsident Franz Rottmeyer habe es zu dem Thema "bereits Gespräche" gegeben.

Wie "profil" berichtet, konzentrieren sich die Überlegungen auf die Installierung eines Finanzvorstands. Ein eigeneer Vorstand für das Finanzressort existiert derzeit nicht. Neben Rüdiger vorm Walde als Vorsitzenden setzt sich der Vorstand derzeit aus Helmut Hainitz, zuständig für Infrastruktur sowie Ferdinand Schmidt, verantwortlich für den Personenverkehr zusammen.

Eine Aufstockung des Vorstands käme der Bundesregierung insofern gelegen, so "profil", als damit eine teilweise Entmachtung des ÖBB-Chefs einherginge. Seit einigen Wochen wird vorm Walde politisch massiv kritisiert: Seine Vereinbarung mit der Eisenbahner-Gewerkschaft , wonach das Allgemeine Nebengebührenpauschale (ANP) fixer Gehaltsbestandteil wird, hat in der Regierung für Unverständnis gesorgt. Durch die nun getroffen Vereinbarung erhöht sich nämlich die Bemessungsgrundlage für die ÖBB-Pensionen.

Im "profil"-Interview kontert vorm Walde: Er verstehe die Diskussion über das ANP nicht, "weil ja jeder Lohnabschluss pensionserhöhend ist". Zudem sei die Vereinbarung Teil eines umfassenden Reformpakets, mit dem das Zulagensystem in den ÖBB leistungsorientiert wurde. Die ÖBB würden sich damit zehn Millionen Euro ersparen.

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"profil"-Redaktion

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