Dreierlandtag für mehr regionale Kompetenzen auf EU-Ebene

Europäischer Integrationsprozess macht Zusammenarbeit der Regionen immer wichtiger

Bregenz (VLK) - Bei der Tagung des Dreierlandtages in Riva
del Garda (Trento) sprachen sich die Landtage von Trento,
Südtirol und Tirol für eine stärkere regionale
Zusammenarbeit und eine Aufwertung der Kompetenzen des EU-Ausschusses der Regionen (AdR) aus. Vorarlberg, das beim Dreierlandtag seit 1994 Beobachterstatus hat, war unter
anderem durch Landtagspräsident Manfred Dörler vertreten.
****

Seit zehn Jahren treffen sich die Parlamentarier der
Länder Trento, Südtirol, Tirol und Vorarlberg und
unterstreichen damit das gemeinsame Bemühen, in einem
historisch gewachsenen Raum den Herausforderungen der
heutigen Zeit miteinander zu begegnen. In Riva del Garda,
wo sich die 106 Parlamentarier vorgestern, Mittwoch,
trafen, ging es unter anderem um die Einbindung der
Regionen in den Diskussionsprozess zur Zukunft Europas.

Der Dreierlandtag sprach sich dafür aus, den Ausschuss
der Regionen zum gleichberechtigten Organ der EU mit allen
Rechten aufzuwerten. Zur Wahrung der jeweiligen Kompetenzen
und der Beachtung des Subsidiaritätsprinzips sollte dazu
auch ein Klagerecht für die einzelnen Regionen vorgesehen
werden, das auch ein Antragsrecht beim Europäischen
Gerichtshof einschließt.

LTP Dörler: "Der europäische Integrationsprozess kann
nur von Erfolg gekrönt sein, wenn der regionale Bezug auf
EU-Ebene an Bedeutung gewinnt. Ein Gebot der Stunde ist
daher die Erweiterung der Kompetenzen des AdR und eine
klare Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen den einzelnen EU-Institutionen."

Nachdem ein Antrag auf Begnadigung der Südtirol-
Aktivisten der 60-er Jahre durch Abgeordnete aus Trento zu
Fall gebracht wurde, kam es zu einer Sitzungsunterbrechung,
bei der sich die Südtiroler Volkspartei gegen eine
Fortführung der Tagung aussprach. Der Dreierlandtag wird
kommenden Herbst noch einmal zusammen treten, um die
Tagesordnung abzuschließen. Aus Vorarlberger Sicht wird
dabei die Anregung, ein gemeinsames Markenzeichen für die Entwicklung im Tourismus zu schaffen, von Interesse sein. (hapf/gw/so/dig,nvl)

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 05574/511-20137
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at/presse

Landespressestelle Vorarlberg

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL