FP-Herzog: Politischer Wille in Sachen Sofiensäle neuerlich in Frage zu stellen!

Veranstaltung der "Österreichischen Gesellschaft für Architektur" zeigte neuerlich die Schwachstellen der Wiener Stadtplanung auf.

Wien, 31.05-2002 (fpd) - Kritik an der Untätigkeit der Wiener Stadtregierung in der Causa Sofiensäle äußerte heute FP-Stadtrat Johann Herzog in einer Replik zum derzeitigen "Handlungsstillstand".

Offenbar, so Herzog, ist man sich innerhalb der Wiener Stadtplanung nach wie vor nicht im klaren, ob und wie ein Wiederaufbau bzw. einen Revitalisierung der Wiener Sofiensäle vorangetrieben werden kann. Herzog erinnerte in diesem Zusammenhang an die Wortmeldung des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Häupl bei der Wiener Landtagssitzung vom 26.04. wo dieser ein eindeutiges Bekenntnis zur Wiederherstellung des Ballsaals ablegte. In dieser Frage wird es jedoch notwendig sein die starren Fronten bezüglich einer öffentlichen Mitfinanzierung zu lösen und in intensive Gespräche - auch über eine mögliche Mitfinanzierung Wiens - einzutreten. Herzog vertrat dabei die Ansicht, daß der Wiener Bürgermeister, der ja auch über gute Beziehungen zu in- und ausländischen Konzernen verfügt, sich in diesem Bereich als Werber und Lobbyist betätigen solle. Finanzielle Hilfe der Stadt ist in dieser Frage auch die Form der kreativen Politik, die nicht zwingend mit dem "Scheckheft" des Wiener Bürgermeisters in Zusammenhang gebracht werden müsse.

Durch gemeinsame Anstrengungen von Bund, Land und Betreiber wird es mit Sicherheit möglich sein, eine vernünftige Symbiose des historischen Ballsaal mit einem Neubau zu erreichen um damit sowohl die Wiener Bevölkerung, die mit Sicherheit an einem Erhalt der "Sofie" interessiert ist, als auch dem Betreiber der Sofiensäle AG., der an einem möglichst großen wirtschaftlichen Erfolg orientiert sein wird, zufriedenzustellen, so Herzog.

Abschließend stellte der freiheitliche Stadtrat fest, daß der Diskussionsprozeß die weitere Zukunft der Sofiensäle betreffend von den Wiener Stadtverantwortlichen umgehend wieder aufgenommen werden müsse um innerhalb der nächsten Monate zu einem vernünftigen Nutzungskonzept zu gelangen.

Die Wiener Freiheitlichen haben seit September 2001 in regelmäßigen Abständen auf die Gefahr des weiteren Verfalls und die Untätigkeit der Verantwortlichen hingewiesen - gleichzeitig jedoch auch ganz konkrete Vorschläge für eine Neunutzung auf den Tisch gelegt. Gerade in dieser kulturpolitisch so wichtigen Frage für die Stadt wäre es wünschenswert alle parteipolitischen Ressentiments hintanzustellen um zu einem allgemeinen und tragfähigen Kompromiß - der schlußendlich alle Seiten befriedigen soll - zu kommen. (Schluß) jen

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