Matura: Kuntzl begrüßt Bewegung in Diskussion über Oberstufenreform

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl begrüßt es, dass in den Reihen der Koalitionsparteien endlich Bewegung in die Diskussion über eine Reform der Oberstufe kommt. Sie verweist darauf, dass die Vorschläge von FPÖ-Generalsekretär Schweitzer - "abgesehen vom plakativen Aufhänger: Matura abschaffen" - in weiten Zügen dem SPÖ-Konzept für eine Reform der Oberstufen nachgebildet seien. Die SPÖ will an den Oberstufen ein Kurs und Modulsystem etablieren; dabei sollten, wie Kuntzl erläuterte, aus drei verbindlichen Bereichen (Geistes- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Sprachen) eine bestimmte Zahl von Lehrgängen gewählt werden. Außerdem sollen in einem vierten Bereich Kurse angeboten werden, die die überfachliche Kompetenz der SchülerInnen fördern (Teamarbeit, soziale Kompetenzen, Kreativität etc.). ****

Eine künftige Matura soll nach diesem Konzept in einer Fachbereichsarbeit bestehen, die bei der mündlichen Prüfung dann präsentiert und diskutiert werden soll, erklärte Kuntzl. Die Prüfungsfragen der Kommission wären dann im Umfeld dieser Arbeit angesiedelt. Ein solches System könnte zunächst in einem Schulversuch erprobt werden, ergänzte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin weist darauf hin, dass der Entwurf von Bildungsministerin Gehrer zur Oberstufenreform "bestenfalls ein Reförmchen" sei und nicht weitreichend genug sei. Dagegen ziele das Reformkonzept der SPÖ darauf ab, den SchülerInnen eine maßgeschneiderte Vorbereitung auf die spätere Berufs- oder Studienwahl zu bieten. (Schluss) wf

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