FPÖ-Kritik: Bürocenter statt Öko-Wohnpark in Meidling

Wien, (OTS) Von einer "wundersamen Metamorphose" sprach Freitag FPÖ-LAbg. Dr. Herbert Madejski in einem Pressegespräch und bezog sich dabei auf einen in Hetzendorf ursprünglich geplanten "Öko-Wohnpark". Nach massiven Protesten - u.a. auch der Wiener Umweltanwaltschaft -, wonach dieses Gebiet durch seine starke Verkehrsfrequenz als Wohngebiet völlig ungeeignet sei und die dort situierten Grünflächen eine stadtökologische Funktion gehabt hätten, sei umgeplant worden. Vorher habe die zuständige Planungsabteilung der Stadt das Projekt Wohnpark Hetzendorf noch als Musterbeispiel für ökologischen Wohnbau gepriesen, so Madejski. Aus dem geplanten Wohnpark sei mittlerweile das "Big-Point-Office-Center" geworden. Der Vorwurf des FPÖ-Politikers: Statt sozialem Wohnbau wie ursprünglich geplant, werden nun Büros, die am freien Markt angeboten werden, gebaut. Das Projekt werde von der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft "Sozialbau" betrieben, die, so Madejski, zu 100 Prozent der SPÖ gehöre. Die Wohnbaugenossenschaft müsse nun die bereits kassierte Wohnbauförderung sofort zurückzahlen.

Kritik am Leiter der MA 46

Massive Kritik übte Madejski in dem Pressegespräch auch am Leiter der MA 46. Der FPÖ-Politiker wirft dem leitenden Beamten Fehlverhalten in drei Punkten vor: So habe der Spitzenbeamte von einer Gutachtenfälschung, die im Jahr 2000/2001 in der MA 46 erfolgt sei, gewusst, und habe nichts an die politisch Verantwortlichen oder die Gerichte weitergegeben. Der Leiter der MA 46 kümmere sich vorwiegend um Personalangelegenheiten, was dazu führt, dass beispielsweise innerhalb von drei Monaten neun Beamte versetzt wurden. Madejski berief sich in diesem Zusammenhang auch auf eine Studie des Kommunalwissenschaftlichen Dokumentationszentrums (KDZ) zur Reorganisation der MA 46. Schließlich warf er dem Spitzenbeamten vor, nun zu versuchen, mit finanziell überhöhten Forderungen eine Frühpensionierung anzustreben. Der Leiter der MA 46 solle sofort Dienst freigestellt werden oder zurücktreten, forderte Madejski in dem Pressegespräch.

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