FP-Madejski (1): Sozialistische Metamorphose des "Öko-Wohnparks Hetzendorf" zum "Big-Point Officecenter"!

Politische Interventionen für Umplanung ?

Wien, 31-05-2002 (fpd) - Einen Skandal der Sonderklasse und ein typisches Sittenbild der sozialistischen Stadtregierung ortete heute der Wiener FP-Planungssprecher, Dr. Herbert Madejski rund um die eigenartigen Vorgänge bei der Planung und Ausführung des ehemaligen SPÖ-Vorzeigeprojektes "Ökowohnpark Hetzendorf".****

Madejski erhob insbesondere Vorwürfe gegen den ehemaligen Wiener Planungsstadtrat Swoboda, da laut den Aussagen des Wiener FP-Planungssprechers vor allem beim Grundstückskauf massive Interventionen dazu geführt hätten, daß es zur wirtschaftlichen Besserstellung einer der beteiligten Firmen gekommen sei.
"Nach uns vorliegenden Informationen mußte der Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds (WBSF) das ursprünglich brach liegende Grundstück in Hetzendorf der Universale abkaufen, da diese offenbar durch die Übernahme im Mai 1997 des pleite gegangenen Hazet-Konzerns und die nachfolgende Baukrise im letzten Drittel der 90´er Jahre selbst in eine finanziell mißliche Lage geraten war.
Madejski sprach dabei von massivem politischen Druck und Interventionen der sozialistischen Stadtregierung um die mehrheitlich der CA gehörenden Universale zu retten. In diesem Zusammenhang wäre natürlich auch eine Klärung der ÖVP-Verantwortung in dieser Causa interessant, denn die Hazet Übernahme fand just zu dem Zeitpunkt statt, als die ÖVP vor einer "Machtkonzentration durch die Übernahme der CA durch die Bank Austria" massiv warnte.
Der WBSF verkaufte das Grundstück nach kurzer Behaltzeit ohne weitere Informationen an die normalerweise immer gut informierte Sozialbau, wobei Madejski die Ansicht vertrat, daß es zu einem Versprechen gekommen sein muß, das entsprechende Gebiet mit einer Wohnwidmung zu versehen.

Utl.: Magistratsabteilungen lehnen das Projekt "Ökopark-Hetzendorf" als "ungeeignet" ab!

Im Laufe der Planungen stellte sich heraus, daß dieses Gebiet, wo täglich etwa 90.000 Kraftfahrzeuge vorbeifahren, zur Errichtung von Wohnanlagen völlig ungeeignet erschien. In einem Schreiben an den Wohnbaustadtrat Schicker 28.Mai 2001 und den SPÖ- Bezirksvorsteher Hezucky stellte die damalige Leiterin der Wiener Umweltanwaltschaft, Ing. Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, fest, daß "die Erkenntnisse und Überlegungen ... (der Lärmschutzmaßnahmen) ... völlig außer acht gelassen wurden". Weiters wird darauf hingewiesen, "daß die Erhaltung dieser Fläche als Grünbereich durchaus eine wertvolle stadtökologische Funktion ... (gehabt hätten)".
Die Leiterin der Wiener Umweltanwaltschaft stellt weiters fest, daß "im Rahmen des Begutachtungsverfahrens ... die MA 22 darauf hingewiesen (hat), daß auf Grund der extremen Lärmbelästigung dieses Grundstück für eine Wohnbebauung als ungeeignet erachtet wird!" Bereits im Entwurf der Bezirksleitlinien 1999 formulierte die MA 22 ihre negative Haltung zum Hetzendorfprojekt und schon 1995 beim Flächenwidmungs- und Bebauungsplanverfahren der MA 21 B wurden die Bedenken eingebracht.
Wider besseren Wissens muß die MA 21B jedoch umwidmen und schließlich wird das Projekt "Wohnpark Hetzendorf als ein Musterbeispiel für ökologischen Wohnbau" der Bevölkerung und den Bezirksmandataren als großer Wurf der Wiener Stadtplanung vorgestellt.

Das von Prof. Boris Podrecca geplante Projekt als Wohndorf sollte 385 Wohnungen, 5.375 m2 Geschäfts- UND Büroflächen beinhalten. Die eigenartigen Verschleppungen rund um den Bau und nachträglichen Umplanungen veranlaßte die Meidlinger FPÖ im Jänner 2001 eine Bürgerversammlung zu verlangen die sozialistischen Bezirksvorsteher Hezucky zähneknirschend einberufen wurde.

Metamorphose des "Öko-Wohnparks Hetzendorf" zum "Big-Point Officecenter"!

Mittlerweile, so Madejski, wollen offenbar nicht einmal die Wiener Rathaussozialisten mehr etwas vom ehemals so "ökologischen Wohnbau" wissen. Wer heute an der Baustelle vorbeifährt, erlebt die Metamorphose nach dem Drehbuch einer sozialistischen Wiener Schmierenkomödie die jedoch keinen Oscar verdienen würde, sondern bestenfalls die "goldene Himbeere".

Aus dem Wohnpark Hetzendorf ist mittlerweile das "Big-Point Officecenter" geworden. Weiters wurden die 385 Wohnungen, die lt. Auskunft der Sozialbau mit "2213 Vormerkungen" bereits mehr als überbelegt waren, um rund 20 % reduziert.
Madejski forderte vor diesem Hintergrund die sofortigen Rückzahlung der bereits geleisteten Förderungen mit den derzeit üblichen Zinsen und außerdem auch Aufklärung darüber, ob nicht bereits von allem Anfang an die Planung eines Bürokomplexes feststand. "Nach Auskunft von Architekten wird ein Bürohaus völlig anders geplant und konzipiert als ein Wohnhaus. Das beginnt beim Grundriß geht über die Hausverschalung bis schließlich auch zu den notwendigen Installationen von Kabelbäumen für Elektrizität und EDV-Anlagen.

Die Schlußfolgerung aus diesen neuerlichen Malverstationen könne nur dahingehend sein, daß wiederum die Öffentlichkeit falsch informiert wurde und in den Planungsbüros der Stadt Wien - also auch vom damaligen Planungsstadtrat Swoboda und mit Wissen des SP-Bezirksvorstehers Herbert Hezucky - von allem Anfang an ein völlige anderes Projekt präferiert wurde. (Schluß) jen Forts.

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