Harring: Aufhören mit der Verunsicherung der älteren Generation

Wien, 2002-05-29 (fpd) - Kritisch äußerte sich der Österreichische Seniorenring zu TV- und Pressemeldungen über das Ergebnis der Sitzung der Kommission zur langfristigen Pensionssicherung.****

Die vom Vorsitzenden den Kommission Prof. Theodor Tomandl vorgelegten Horrorszenarien würden nur dazu führen, daß sich nicht nur unter den Senioren, sondern auch unter den Beitragszahlern größte Verunsicherung breit machen würde, erklärte der stellvertretende Bundesobmann Dr. Peter Harring. Tomandl habe das grundsätzlich hervorragend erstellte Gutachten, das eine Reihe von kombinierten Szenarien über die demografische Entwicklung, die künftige Entwicklung der Erwerbsbeteiligung und der Produktivität enthalte, damit kommentiert, welcher dramatische Anstieg des Bundeszuschusses notwendig sein werde, um die künftigen Pensionen zu finanzieren.

Basisgröße seiner Überlegungen sei dabei der derzeitige Pensionsaufwand von 10,5 % gemessen am Bruttoinlandsprodukt gewesen. Da sich nach übereinstimmenden Prognosen der Anteil der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2050 - so weit reiche die Prognose - mehr als verdoppeln würde, sei völlig klar, daß der Pensionsaufwand nicht gleich bleiben könne. Wenn die Gesellschaft nicht wolle, daß die Senioren immer ärmer würden, müsse der Pensionsaufwand gemessen am BIP zwangsläufig steigen. Das zeige auch die Untersuchung des "implizierten Beitragssatzes", der heute schon 31,3 %, statt der derzeit eingehobenen 22,7 % betragen müsse und der bei einer mittleren Variante auf 41,4 % steigen würde.

Der Österreichische Seniorenring schlägt vor, endlich mit der Verunsicherung der älteren Generation aufzuhören und im Expertenkreis, aber auch mit allen Beteiligten über langfristig mögliche Varianten nachzudenken und vertret- und leistbare Lösungen in der Pensionsfrage zu suchen.(Schluß)

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