Präsident Wipplinger zum Postbus-Streik: Solidarität mit den betroffenen Arbeitnehmern

Linz (AKO) "Ich habe volles Verständnis für die Sorgen der Arbeitnehmer", so kommentiert der oö. AK-Präsident Hubert Wipplinger den heutigen Streik der Postbus-Bediensteten. Die geplante Teilprivatisierung - von 30 Prozent der Linien - gefährde nicht nur die Versorgung im ländlichen Raum, sondern auch Arbeitsplätze.

Was die Wenigsten wissen: schon jetzt hat die Postbus AG Kooperationen mit über hundert privaten Busunternehmen mit einer jährlichen Beförderungsleistung von 1,3 Millionen Kilometer. Die AK warnt vor weiteren Privatisierungen. "Zu befürchten ist das übliche Szenario: die Privaten werden sich die Rosinen aus dem Kuchen herauspicken und übrig bleibt jener Teil, der unwirtschaftlich ist", warnt der AK-Präsident. Im Endeffekt würden dadurch die Verluste bei der Postbus AG bzw. beim neuen Eigentümer ÖBB erhöht. Damit seien die Postbusse endgültig vom Aus bedroht. Vor allem die Versorgung im ländlichen Raum sei dadurch gefährdet.

Besonders absurd sei, dass sich die Postbus AG ohnehin gerade in einer Umstrukturierungsphase befinde, die 2003 abgeschlossen sein soll. "Anstatt das Ergebnis abzuwarten, wird jetzt das Unternehmen zerschlagen", empört sich Wipplinger.

Davon, dass die Gewerkschaft nicht gesprächsbereit gewesen sei, kann keine Rede sein. Es wurde Dutzende Male versucht, mit dem zuständigen Minister Reichold und anderen Regierungsmitgliedern Kontakt aufzunehmen. "Die Gesprächsverweigerung liegt auf Regierungsseite. Deshalb: volle Solidarität mit den Postbus-Bediensteten", so Wipplinger.

In Oberösterreich beteiligen sich 482 Postbus-Bedienstete am Streik, davon 342 Fahrer.

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