TV Movie-Kinoexperte Rüdiger Rapke beurteilt aktuelle Filmstarts

Hamburg (OTS) - Kinomagazin 2 Kinostart 30.05.02

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs verschlägt es den jungen amerikanischen Offizier John Hart, gespielt von Colin Farrell, in ein deutsches Kriegsgefangenenlager. In der deprimierenden Umgebung versucht Bruce Willis, als General McNamara, die Moral der Inhaftierten zu stärken. Als ein rassistischer US-Soldat umgebracht wird, gerät ein farbiger Kampfpilot unter Mordverdacht. McNamara beschließt einen Prozess durchzuführen, bei dem Hart die Aufgabe zufällt, den Verdächtigen zu verteidigen. Das Kriegs-Drama "Das Tribunal" ist mit dem roten Moviestar ausgezeichnet TV Movie Kinoexperte Rüdiger Rapke, was macht den Unterschied zu den üblichen Kriegsfilmen aus?

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In aktuellen Hollywood-Kriegsfilmen wie "Black Hawk Down" und "Wir waren Helden" wird in fotorealistischer Manier und epischer Breite gelitten und gestorben. Dagegen wirkt "Das Tribunal" wohltuend altmodisch. Statt donnernder Action setzt Regisseur Gregory Hoblit auf die Faszination der ungewöhnlichen Story und sorgfältig gezeichneten Charaktere. Nur das allzu pathetische Ende trübt den Eindruck ein wenig. Dennoch: "Das Tribunal" ist ein dicht und düster inszeniertes Kriegs-Drama mit einem gewohnt starken Bruce Willis.

"The Majestic" entführt uns in das Hollywood der 50er Jahre. Dort verliert jeder, der auch nur den Anschein eines Kommunisten erweckt, seinen Job. So ergeht's auch dem Drehbuchautor Peter, alias Jim Carrey. Kurz darauf rast Peter beschwipst mit seinem Cabrio eine Küstenstraße entlang, baut einen Unfall und stürzt ins Meer. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich in der Kleinstadt Lawson und hat sein Gedächtnis verloren. Und die Bewohner halten ihn für den verschollenen Sohn des früheren Kinobesitzers Harry, gespielt von Martin Landau. Wie macht sich Komiker Jim Carrey in seiner -ungewohnt - ernsten Rolle, TV Movie Kinoexperte Rüdiger Rapke?

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Jim Carrey bewies in "Die Truman Show" und "Mondmann", dass er weitaus mehr kann, als nur den Klamauk-Clown zu spielen. Doch ebenso wie bereits beim "Mondmann" mochte auch diesmal das US-Publikum das Gummigesicht nicht in einer ernsten Rolle sehen: In Amerika spielte die 72-Millionen-Dollar-Produktion "The Majestic" nur 28 Millionen ein. Warum? Nun, der märchenhafte Film erweckt den Anschein, als sei Regielegende Frank Capra von den Toten auferstanden, um einen Mix aus "Sommersby" und "Cinema Paradiso" zu drehen. Selbst zu Capras Zeiten hätte der Film schon ziemlich altmodisch gewirkt. Immerhin: Dank der guten Darsteller und der knallbunten Dekors kann man sich seinem naiven Charme nicht ganz entziehen.

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ors Originaltext: TV Movie

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