Rosenkranz: Kinderwohl muß im Mittelpunkt stehen!

Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung ist auch nach dem Kindergeld notwendig

St. Pölten (OTS) - Die Lücke, die sich nach den 2 1/2 Jahren Kinderbetreuungsgeldbezug und dem Erreichen der Kindergartenreife mit drei Jahren auftut, gehört geschlossen, stimmte KO LAbg Rosenkranz Überlegungen der LHStv Prokop zu. "Aber Eltern dürfen nicht gezwungen werden, entweder auf öffentliche Unterstützung zu verzichten oder aber ihr Kind so früh in den Kindergarten zu geben", so Rosenkranz. Die durch die Einführung des Bundeskindergeldes im Land ersparten Mittel, müssen zur Überbrückung des offenen halben Jahres verwendet werden, insbesondere zur freien Entscheidung der Eltern, welcher Einrichtung sie ihr Kind überantworten, oder ob sie es sogar selbst weiter zu Hause betreuen wollen.

Mit dem Vorschlag, die Versorgungslücke der Betreuung der 2 1/2 bis 3 jährigen Kinder einzig durch die Herabsetzung des Kindergarteneintrittsalters zu schließen, vollzieht die ÖVP einen radikalen Gesinnungswandel, stellte die Klubobfrau der NÖ-Freiheitlichen Barbara Rosenkranz heute fest.

Die Freiheitlichen stehen dagegen nach wie vor dazu, daß Kleinkinder den Anforderungen des Kindergartenbetriebes nicht leicht gewachsen sind und nehmen die Warnungen der Fachleute ernst - so war etwa auch anläßlich der gestrigen Tagung des Familienreferates im Landhaus wieder zu hören, daß die Kindergartenreife vor dem 3. Lebensjahr nicht leicht erreicht wird.

"Wir fordern eine Lösung, bei der das Wohl der Kinder und die Wahlfreiheit der Eltern im Mittelpunkt stehen. Demgegenüber ist die offenbar angestrebte, durch die geringe Geburtenzahlen gefährdete 'Auslastung' der Kindergärten zurückzustellen", so Rosenkranz weiter. Sie nehme auch die Warnungen der Praktikerinnen, wie etwa Kindergartendirektorinnen sehr ernst, die die Durchführung eines Betriebes mit so kleinen Kindern als kaum machbar ansehen. Immerhin sollte - wie gestern strengstens empfohlen wurde - für jedes vierte Kind eine eigens geprüfte Pädagogin als Aufsicht zuständig sein.

Darüber hinaus kündigt die freiheitliche Familiensprecherin an, daß sie in der kommenden Budgetsitzung des NÖ Landtages einen "NÖ Gutschein" als Resolutionsantrag einbringen wird. Beim Vorschlag dieses "NÖ Gutscheines" in Fortsetzung des Kindergeldes (für Drei-bis Sechsjährige, Anm.) geht es nach den Worten der FP-Klubchefin vor allem darum, den Eltern die Wahl der jeweiligen Betreuungsform bzw. -einrichtung, wie etwa Landeskindergärten, Privatkindergärten, Betriebskindergärten, Tagesmüttern oder von Eltern geleiteten Kindergruppen zu überlassen, "weil sie sich dann die Betreuungseinrichtung aussuchen können, deren Öffnungszeiten ihren Ansprüchen und Erfordernissen am geeignetsten erscheinen. Der 'NÖ Gutschein' mit einem Wert von etwa 436 Euro monatlich könnte auf der einen Seite die Kosten für eine Ganztagsbetreuung abdecken, andererseits als zweckgebundener Gutschein für eine Halbtagesbetreuung und zur Pensionsvorsorge jener Frauen herangezogen werden, die ihre Kinder überwiegend selbst betreuen wollen. "Die kostenlose Kinderbetreuung am Vormittag in den Landeskindergärten wäre dadurch in keiner Weise gefährdet", stellt Klubobfrau Rosenkranz abschließend fest.

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