Österreich hat über 239 Millionen Euro gespart - dank der unbezahlten und unbezahlbaren Leistungen der Rotkreuz-Freiwilligen

Wien (OTS) - Mindestens 239 Millionen Euro bräuchte man, wenn man die Leistungen bezahlen würde, die die über 40.000 Freiwilligen des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) im Vorjahr erbracht haben. Über 11 Millionen Stunden waren es 2001. Einsatzstunden, in denen freiwillige Rotkreuz-Mitarbeiter nicht nur als Sanitäter im Rettungsdienst, sondern auch in weniger bekannten Bereichen geholfen haben: Im Besuchsdienst der Gesundheits- und Sozialen Dienste, beim Organisieren von Blutspendeaktionen bei Informationsveranstaltungen in der Jugendarbeit oder bei Übungen in der Katastrophenvorsorge. "Der Rettungsdienst ist immer noch der bekannteste Leistungsbereich des ÖRK. Doch unsere Hilfe wird ständig an die Bedürfnisse der Menschen angepasst und ist mehr als 'nur die Rettung'", sagt Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer.

"Wir haben mehr als zwei Millionen PatientInnen im Rettungs- und Krankentransportdienst betreut, davon fast 200.000 in Notarzt-Einsätzen" berichtet Mayer von den Rotkreuz-Leistungen im letzten Jahr. "Unsere Aktivitäten in den Gesundheits- und Sozialen Diensten nehmen ständig zu. Sei es Essen auf Rädern, Betreuung für Pflegende Angehörige oder der Besuchsdienst. Das Helga Treichl Hospiz des ÖRK wurde eröffnet und ist bereits zu 95 % ausgelastet. Über 10.000 Personen in Österreich sind mit der Rufhilfe des ÖRK ausgestattet. Rund 2.500 Personen wurden von speziell ausgebildeten Rotkreuz-MitarbeiterInnen psychosozial betreut. Rund 500.000 Blutspenden wurden abgenommen - das sind 95 % aller jährlich in Österreichs Spitälern verwendeten lebensrettenden Blutkonserven. Über 150.000 Teilnehmer haben Kurse und Seminaren des Roten Kreuzes besucht - viele davon haben ihr Erste-Hilfe-Wissen aufgefrischt. Doch noch immer traut sich nur einer von drei Österreichern die richtige Erste Hilfe zu."

Das ÖRK hilft aber nicht nur im In-, sondern auch im Ausland. Im Vorjahr wurde Internationale Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit im Wert von 8.807.093,- Euro geleistet. 5.508 Tage waren österreichische Rotkreuz-Delegierte weltweit im Einsatz: Unter anderem in Indien, Afghanistan, Thailand, Israel, Mosambik. 24 Länder weltweit erhielten Medikamentenhilfe im Wert von über 900.000 Euro.
Ein weiterer Dienst greift auf das internationale Netzwerk aus Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in 178 Ländern der Welt zurück: Der Suchdienst. Zu seinen Aufgaben gehört nicht nur die Zusammenführung von Familien und die Suche nach Vermissten sondern auch die Ausstellung von Zwangsarbeiterbestätigungen. Sie ermöglichen es ehemaligen Kriegsgefangenen, Pensionen zu beziehen. Fast 2000 derartige Anträge wurden im letzten Jahr im ÖRK bearbeitet.

"Möglich ist die Rotkreuz-Hilfe aber nicht nur durch die freiwilligen und beruflichen Rotkreuz-Mitarbeiter sondern auch durch die 2.591 Zivildienstleistenden und über 700.000 unterstützende Mitglieder. Bei ihnen möchte ich mich im Namen all derer bedanken, denen wir helfen konnten" sagt Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer.

Einen Überblick über die Rotkreuz-Leistungen können Sie sich im Internet unter www.roteskreuz.at verschaffen. Oder beim Sanitätshilfe Bundesbewerb, der vom 31.05. - 01 06. 2002 in Spittal/Drau in Kärnten stattfindet.

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