Klimabündnis-Projekt des Monats: "Bio" & "Faire" Lebensmittel in Villach

Wandel durch Fairen Handel & Bio-Anbau

Wien (OTS) - Nicht grenzenlose Freiheit, sondern Fairness im Weltagrarhandel ist das Gebot der Stunde. Der faire Handel stärkt die Ernährungssicherheit und die kleinbäuerlichen Strukturen im Süden. Der Faire Handel bezahlt den Bauern und Bäuerinnen einen garantierten Mindestpreis, der derzeit mehr als das Doppelte des Weltmarktpreises (131 US-Dollar pro 45,4 kg Kaffee) ausmacht. Der faire Preis ist jedoch nur ein Aspekt des Fairen Handels. Vorauszahlungen auf die Ernte, langfristige Handelsbeziehungen, direkter Import unter Ausschaltung des unnötigen Zwischenhandels sind weitere Grundsätze. Der Konsum von fair gehandelten Produkten wird vom EU-Parlament als die effizienteste Form der Entwicklungszusammenarbeit empfohlen.

Bei einem FairTrade Produkt wie beim Kaffee Mundo bekommen die ProduzentInnen im Süden 30% des österreichischen Verkaufpreises. Bei einem Kaffee ohne TransFair-Gütesiegel bekommt die ProduzentInnen im günstigsten Fall 5%.

Das Klimabündnis unterstützt den fairen Handel als sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz - durch biologische Landwirtschaft können im Vergleich zum konventionellen Landbau die CO2-Emissionen um 66% reduziert werden. Der biologische Landbau verzichtet auf Monokulturen sowie auf schädliche Chemie zur Gänze und sichert so den Erhalt des Regenwaldes.

"Faire" Lebensmittel in Villachs Magistratskantine

Die Stadt Villach bemüht sich um die Vorbildwirkung des öffentlichen Bereiches. Besonders der Konsum von Bio-Lebensmittel und Produkte aus fairem Handel (transfair-Gütesiegel) werden gefördert. Seit 1994 wird in der Kantine nur mehr Transfair-Kaffee bzw. -Tee ausgeschenkt.(Jahresverbrauch 106 kg. Villach ist auch die erste Stadt Europas, die ihren MitarbeiterInnen fair gehandelten Orangensaft, der von Kleinbauern aus Mexiko und Brasilien stammt, anbietet. (seit Beginn 2000 pro Jahr ca. 1244 Packungen à 0,75 l)-. Erweitert wurde dieses Sortiment im Jahr 2001 durch das Angebot von TransFair - Süßigkeiten - Schokoladen in verschiedensten Sorten sowie Schokoriegel.

Bio-Lebensmittel in den Kindergärten der Stadt Villach

Seit Herbst 2001 werden in allen Kindergärten der Stadt Villach auf Grund eines Grundsatzbeschlusses soweit erhältlich nur mehr Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft verwendet. Das ist insbesondere Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte. Erreicht werden damit 1050 der 1400 Kinder in Kindergärten und Horten. Vom Gesamteinkauf von Euro 150.000.-- pro Jahr gehen damit 60% (Euro 90.000.-) an Bio Produzenten.

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