RUMÄNISCHER MINISTERPRÄSIDENT NASTASE ZU BESUCH BEI FISCHER

Beitritt zur EU wird von großer Mehrheit der Bevölkerung unterstützt

Wien (OTS) - In besonders freundschaftlicher Atmosphäre fand heute der Besuch des rumänischen Ministerpräsidenten Adrian Nastase bei Nationalratspräsident Heinz Fischer im Parlament statt. Es war nicht das erste Zusammentreffen der beiden Politiker, die die hervorragenden bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern hervorhoben. Nastase dankte Fischer, dass er einer der wenigen gewesen sei, der von Anfang an Vertrauen in die Entwicklung Rumäniens gezeigt hatte.

Präsident Fischer wies auf die exzellenten wirtschaftlichen Daten Rumäniens hin und betonte die Wichtigkeit der Intensivierung kultureller und wissenschaftlicher Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten. Nastase bestätigte die gute Entwicklung seines Landes, auch in makroökonomischer Hinsicht, und unterstrich, dass der bilaterale Handel im Jahr 2001 um 34% gestiegen sei. Es habe in den letzten Jahren auch eine enorme Investitionstätigkeit vor allem auf dem Gebiet der Gesundheit und des Tourismus gegeben, sagte der Ministerpräsident, Probleme bereiteten noch die Privatisierung und die Umsetzung des Acquis Communitaire. Jedenfalls hoffe er auf einen Beitritt Rumäniens zur EU im Jahr 2007. Die Bevölkerung unterstütze diesen Weg mit großer Mehrheit. Vor einer endgültigen Mitgliedschaft halte er ein Referendum für wichtig, um auch die politische Rückendeckung zu haben.

Nastase bedauerte die schwache Rolle der Union in außenpolitischer Hinsicht, wobei Präsident Fischer seine Zweifel anmerkte, ob eine starke militärische Position ein erstrebenswertes Ziel sei. Europa sollte sich eher auf seine Stärken, wie friedenserhaltende Einsätze und den Erhalt eines ausgewogenen Sozialsystems konzentrieren. Sowohl Nastase als auch Fischer betonten die Wichtigkeit des Konvents zur Zukunft Europas. Der rumänische Gast schränkte jedoch ein, dass die Beitrittsländer eine eher schwache Position innehätten und meinte, dass die Entscheidungen wohl in "separaten Räumen" fallen werden. (Schluss)

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