Kroatien im Aufwärtstrend - Österreich liegt bei Auslandsinvestitionen an der Spitze

Größte Wirtschaftsmission bei Staatsbesuch Klestils - Tourismus als Hoffnungsträger Kroatiens

Wien (PWK366) "Die meisten makroökonomischen Indikatoren weisen seit dem Jahr 2000 äußerst positive Tendenzen auf, sodass man bereits von einer wirtschaftlichen Trendwende in Kroatien sprechen kann", stellt der österreichische Handelsdelegierte in Zagreb, Peter Hasslacher anlässlich des Staatsbesuches von Bundespräsident Thomas Klestil fest. "Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete 2001 einen Zuwachs von 4,1%, die Industrieproduktion expandierte um 6% und die Exporte stiegen um 5,6%. Vor allem die Tourismuswirtschaft legte um ungewöhnlich hohe 11% zu, wobei der Hoffnungsträger Fremdenverkehr wesentlich zur weiteren positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen wird", so Hasslacher.

Immerhin wird etwa ein Fünftel der Wirtschaftsleistung Kroatiens im Tourismus erwirtschaftet. 2001 wurden 7,8 Mio. Besucher (+10% gegenüber 2000) und 43,4 Mio. Übernachtungen (+11%) mit Einnahmen von ca. $ 4,5 Mrd. verzeichnet. Im Vergleich zur stürmischen Entwicklung im Jahr 2000 (+ 50%) stellt dies eine Abflachung dar, die auch die strukturellen Probleme der kroatischen Tourismuswirtschaft widerspiegelt. Die Regierung plant die Entwicklung des Tourismus in den nächsten Jahren durch gestützte Kredite für KMU gezielt in Richtung Qualitätstourismus und das mit österreichischer Hilfe, zu fördern. Weiters soll durch den ambitionierten Plan, die Autobahn Zagreb - Split innerhalb der nächsten drei Jahre zu errichten, die Erreichbarkeit der dalmatinischen Küstenregion wesentlich verbessert werden. Bereits jetzt verbringen jährlich über 700.000 Österreicher ihren Urlaub in Kroatien und 70.000 Kroaten in Österreich.

"Österreich ist mit einem Investitionsvolumen von $ 1.775 Millionen bedeutendster Auslandsinvestor in Kroatien. Die österreichischen Investitionen konzentrieren sich auf die Branchen Finanzdienstleistungen, Medien, Telekommunikation, Bau und Bauzulieferungen sowie Tourismus. Dies bestätigt auch die bis dahin größte Wirtschaftsdelegation von 43 Firmen aus allen Branchen unter der Leitung vom Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Adolf Moser, die den Bundespräsidenten nach Kroatien begleitete", so der Handelsdelegierte. Die österreichischen Firmen wurden aufgrund ihrer Bedeutung für Kroatiens Wirtschaft von Vizepremier Slavko Linic zu intensiven Gesprächen über Investitionsmöglichkeiten, aber auch über bilaterale anstehende Probleme, empfangen. Bei dieser Gelegenheit kündigte Linic die weiterführende Modernisierung der kroatischen Marktwirtschaft in Richtung einer unternehmerfreundlichen, unbürokratischen Administration an.

Mit der Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) am 29. Oktober 2001 wurde bereits ein wichtiges Instrument für die schrittweise Integration Kroatiens in die Europäische Union geschaffen. Die regionale Kooperation wird bereits stark forciert. "Kroatien hat mittlerweile mit 27 Staaten Freihandelsverträge abgeschlossen und stellt damit eine gute Brückenfunktion für österreichische Betriebe dar", betont Hasslacher. Die österreichischen Exporte nach Kroatien verzeichneten im Vorjahr ein Plus von 32% (insgesamt € 879 Mio.) und die Importe aus Kroatien ein Plus von 13% (insgesamt € 321 Mio.) trotz abgeschwächter Konjunktur im vergangenen Jahr.

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