Österreichische Bundesforste AG: ökologisch-nachhaltig-erfolgreich

Ergebnisse 2001 trotz angespannter Preislage stark verbessert

Wien (OTS) - Die Österreichische Bundesforste AG hat heute ihre Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Trotz des niedrigsten Holzpreises seit Jahren konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) gegenüber dem Vorjahr um 17,1% gesteigert werden und der Jahresüberschuss um 16,7%. An den Eigentümer, die Republik Österreich, führten die Bundesforste für das Jahr 2001 13,37 Mio. EUR als Dividende und Fruchtgenussentgelt ab. Das Geschäftsjahr 2001 war geprägt durch den Erwerb von 11 Seen des Öffentlichen Wassergutes, durch den Ausbau der Consulting-Aktivitäten und durch verstärktes Engagement der Bundesforste in Erhaltung und Verbesserung der vier Nationalparks auf ihren Flächen. International findet das Modell Bundesforste steigende Beachtung als Beispiel für die erfolgreiche Modernisierung von staatlichen Forstbetrieben. Auch die österreichische Bevölkerung honoriert den Erfolg des Unternehmens und seinen Einsatz für Natur und Umwelt, wie eine Umfrage des Instituts Integral gezeigt hat. Den Bundesforsten werden darin Engagement, Seriosität und Leistungsbewusstsein als besonders herausragende Merkmale zugeordnet.

Trotz des schwierigen Holzpreisniveaus erwirtschaftete die Österreichische Bundesforste AG im Geschäftsjahr 2001 ein EGT vor Fruchtgenussentgelt von 18,39 Mio. EUR (2000: 15,7 Mio. EUR). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg des EGT um 17,1%. Auch der erzielte Jahresüberschuss ist im Geschäftsjahr 2001 um 16,7% auf 12,21 Mio. EUR angestiegen. Bei einem um den niedrigen Holzpreis bereinigten Vergleich mit den Vorjahren stellt sich für die Bundesforste das Jahr 2001 sogar noch erfolgreicher als das bisherige Rekordjahr 1999 dar.

Die Aktivitäten im Geschäftsbereich Immobilien konzentrierten sich im Jahr 2001 auf zwei Großprojekte: den Erwerb von 11 Seen des Öffentlichen Wassergutes, der durch vermehrte Grundstücksverkäufe finanziert wurde, und den Bau der neuen Unternehmensleitung in Purkersdorf. Der Vollholz-Bau wurde am 16. Mai 2002 feierlich eröffnet. Darüber hinaus wurde verstärkt in die Aufwertung von nachgefragten Gebäuden investiert und in die Erweiterung des Mountainbike-Netzes, das mittlerweile ca. 2.000 km lang ist.

Angesichts dieser Bilanzzahlen zeigen sich die Bundesforste-Vorstände Dr. Georg Erlacher und Dr. Thomas Uher mit der Entwicklung des Unternehmens sehr zufrieden: "Wir sind wirklich stolz, dass es uns trotz des angespannten Preisniveaus gelungen ist, unsere Bilanz-Ergebnisse stark zu steigern", so Erlacher. "Der Holzpreis lag 2001 auf einem langjährigen Tiefststand. Trotzdem sind die Umsatzerlöse in unserem Kerngeschäft, bei Produktion und Verkauf von Rohholz, im letzen Jahr um 12% angestiegen", ergänzt Uher. "Das zeigt, dass wir unser Marktpotenzial bestmöglich nutzen."

An ihren Eigentümer, die Republik Österreich, haben die Bundesforste im Jahr 2001 13,37 Mio. EUR abgeführt, davon 6,11 Mio. EUR (2000: 5,23 Mio. EUR) als Fruchtgenussentgelt und 7,27 Mio. EUR als Dividende (2000: 7,27 Mio. EUR). Insgesamt haben die Bundesforste seit ihrer Ausgliederung 1997 mehr als 104 Mio. EUR an den Staatshaushalt abgeführt.

Die Bundesforste orientieren ihre Natur-Bewirtschaftung am Grundsatz der Nachhaltigkeit, um so den langfristigen Bestand ihrer Wälder und Ressourcen zu sichern. Zusätzlich investieren die Bundesforste verstärkt in Naturschutzprogramme und Waldpflege, wofür im letzten Jahr 7,19 Mio. EUR aufgewendet wurden.
Besondere Verantwortung für die Natur tragen die Bundesforste in den Nationalparken Donau-Auen, Kalkalpen, Hohe Tauern, wo sie als Grundbesitzer und als Naturraum-Manager eine vielfältige Rolle spielen. Eines der wesentlichen Ziele der Bundesforste ist es, die sensible Natur- und Tierwelt in den Nationalparken durch Schutzprogramme zu erhalten und den Ausgleich zwischen den Anforderungen der Natur, den Wünschen der Besucher und Bedürfnissen der Anrainer zu schaffen. Im Nationalpark Donauauen wurden umfangreiche Artenschutzprogramme gestartet, so z.B. für die Europäische Sumpfschildkröte, für Seeadler und Schwarzstorch. Erlacher begründet das ständig steigende Naturschutzengagement der Bundesforste: "Jüngste Umfragen zeigen, dass den ÖsterreicherInnen die Natur heilig ist. Über 70% verbringen ihre Freizeit am liebsten in Wäldern, mehr als die Hälfte hält sich am liebsten an Seen und in den Bergen auf. Wir leiten daraus für uns einen klaren Auftrag ab:
nämlich, diese Werte durch sinnvolle und naturschonende Nutzung nach bester Möglichkeit und modernstem Wissensstand als öffentliches Gut zu bewahren."

Bundesforste als internationales Vorbild

Gesteigertes Interesse aus dem Ausland an der Struktur und Arbeitsweise der Bundesforste hat im letzten Jahr gezeigt, dass die Bundesforste international als Modell für die erfolgreiche Modernisierung von staatlichen Forstverwaltungen gesehen werden. Das belegen u.a. Besuche von Delegationen der Staatsforste aus Russland, Ungarn, Bosnien, Schweden, Polen und Finnland. Insbesondere die Ausgliederung und Umwandlung der Bundesforste in eine Aktiengesellschaft in staatlichem Besitz wurde dabei als modellhaft für die anstehende Reorganisation anderer europäischer Staatsforste bewertet. "Diese Anerkennung schlägt sich für die Bundesforste auch wirtschaftlich positiv nieder durch Consulting-Aktivitäten in Ungarn, Georgien, der Ukraine, Albanien, Kroatien und Rumänien", so Dr. Thomas Uher. Es sei den Bundesforsten gelungen, sich "als kompetenter Partner für Veränderungsprogramme in mittel- und osteuropäischen Ländern zu positionieren."
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