Tancsits: Ihre Sorgen wollen wir haben

IV-Tirol soll sich nicht um bundesweite Feiertagsregelung kümmern

Wien, 27. Mai 2002 (ÖAAB-PD) Die Tiroler Industrie hat offenbar keine anderen Sorgen, als sich um die bundesweite Feiertagsregelung zu kümmern. "Wir sind es ja schon gewöhnt, daß Vorschläge aus der Tiroler Sozialpartnerschaft nicht immer ganz ernst zu nehmen sind, aber der Vorstoß des Neo-Präsidenten der Tiroler Industriellenvereinigung, Oswald Mayr, ist ein Schuß ins eigene Knie", kritisierte heute, Montag, ÖAAB - Generalsekretär, Abg. z. NR, Mag. Walter Tancsits. Denn ausgerechnet in einer Tourismushochburg wie Tirol die Abschaffung von Feiertagen zu fordern und damit die Möglichkeit zu Kurzurlauben zu beschränken, könne wohl nur mit "Startschwierigkeiten" im neuen Amt erklärt werden. Eine Änderung des Gesetzes zur Regelung der Feiertage werde es sicher nicht geben. ****

"Ich gratuliere dem neuen Tiroler IV-Präsidenten zu seiner Wahl und wünsche ihm auch weiterhin viel Glück bei der Auswahl seiner Arbeitsschwerpunkte. Eine Änderung der Feiertagsregelung wird es mit uns sicher nicht geben", sagte Tancsits.

Der von Mayr angeführte Vergleich mit Italien "macht uns sicher, daß wir das bessere Wirtschafts- und Sozialsystem haben". Denn Österreich habe zwar mehr Feiertage als Italien, nachweislich aber auch eine höhere Produktivität und Arbeitnehmermotivation. Und: "Ganz sicher weniger Streiktage", sagte Tancsits.

Tancsits hält es zudem für ausgeschlossen, das Konkordat zu ändern, "nur weil die Industrie neuerdings der Italophilie verfallen ist. Ich empfehle dem Herrn Präsidenten, sich weniger um die österreichweite Feiertagsregelung zu kümmern, sondern sich mehr mit der Struktur der Tiroler Wirtschaft auseinanderzusetzen."
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