Hartinger sieht Reformbedarf bei Schulärzten

Wien, 2002-05-27 (fpd) Anläßlich des Selbstmordes der 11-jährigen Tina aus Pirka von letzter Woche sieht FPÖ-Abgeordnete Mag. Beate Hartinger einigen Reformbedarf im österreichischen Schulärztesystem. "Derzeit gibt es drei verschiedene Typen von Schulärzten, die neben unterschiedlicher Ausbildung auch unterschiedliche Verantwortlichkeiten sowie Qualitätsstandards haben", so Hartinger. ****

"Neben den 538 Bundesschulärzten die der Schulbehörde direkt unterstehen, gibt es rund 500 angestellte Pflichtschulärzte, die über die Ärztekammern erreichbar sind und rund 1400 Allgemeinmediziner, die keine Standards haben und nur die gesetzlichen Mindesterfordernisse erfüllen müssen. Hier besteht unmittelbarer Handlungsbedarf", so Hartinger weiter.

"Gerade in kleineren Schulen, die oft von Allgemeinmedizinern betreut werden, kann mit gezielter Präventionsarbeit auch bei suizidgefährdeten Schülern viel erreicht werden. Ein gut geschulter Arzt kann, wenn genügend Zeit pro Schüler zur Verfügung steht, nicht nur verhaltensauffällige Kinder den entsprechenden Tests unterziehen und so Katastrophen wie in Pirka in Zukunft öfter verhindern", so Hartinger weiter.

"Ohne daher im konkreten Fall eine Schuldzuweisung vornehmen zu wollen, kann mit einem funktionierenden Schularztwesen eine bessere Prävention und Früherkennung durchgeführt werden und die vergleichsweise hohe Selbstmordrate österreichischer Schüler gesenkt werden", so Hartinger abschließend.
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