Jugendarbeitslosigkeit: Heinisch-Hosek kritisiert Untätigkeit der Regierung

Wien (SK) Den drei für Jugend und Arbeitsmarkt zuständigen Ministern stellt SPÖ-Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek ein schlechtes Zeugnis aus. Sowohl Sozialminister Haupt als auch Arbeitsminister Bartenstein und Bildungsministerin Gehrer kümmerten sich nicht um die Anliegen junger Menschen, kritisierte die Abgeordnete am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Vorsitzendem Alfred Gusenbauer. Die Regierung sehe tatenlos zu, wie die Jugendarbeitslosigkeit stetig ansteige. ****

Zur aktuellen Situation am Lehrstellenmarkt verwies die SPÖ-Jugendsprecherin darauf, dass zu den 3.200 Lehrstellensuchenden weitere 2.000 hinzukämen, deren Lehrgang in nächster Zeit ausläuft.

Die Abgeordnete wies darauf hin, dass die Begünstigungen für Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden - seit dem Jahr 1997 seien das insgesamt sechs Milliarden Schilling - sich nicht in zusätzlichen Lehrstellen niedergeschlagen hätten. Im Gegensatz dazu sei mit dem NAP für Jugendliche, mit Gesamtkosten von 1,4 Milliarden Schilling, 4.000 zusätzliche Lehrplätze geschaffen worden.

Heinisch-Hosek forderte die Verlängerung des Jugendausbildungssicherungsgesetzes; die Lehrlingsstiftungen und -Lehrgängen müssten unbedingt weitergeführt werden. Die Regierung habe die Stiftungen bereits abgeschafft und die Lehrgänge auslaufend beibehalten. Außerdem trat Heinisch-Hosek für die sofortige Abhaltung eines Jugendbeschäftigungsgipfel ein. An den Schulen sollte überdies schon früh, ab der 5. Schulstufe, mit Berufsorientierung begonnen werden. Dabei sollte man sich insbesondere auf Mädchen konzentrieren.

Außerdem stellt die SPÖ die Einführung von Berufsfachschulen bzw. Vollzeitberufsschulen als Ergänzung im Ausbildungsangebot zur Diskussion, als Ausbildungsmöglichkeit für jene Lehrstellensuchenden, die keinen Lehrplatz in einem Betrieb finden. Heinisch-Hosek abschließend: "Österreich kann es sich nicht leisten, auf die Qualifikation von Jugendlichen zu verzichten." (Schluss) wf

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