Plass: Leitl pflanzt die UnternehmerInnen

Wirtschaft braucht grundlegende Steuerreform, keine Wahlgeschenke

OTS (Wien) - Als Beleidigung der Intelligenz aller SteuerzahlerInnen bezeichnete Volker Plass, Sprecher der Grünen Wirtschaft, das heute präsentierte Ergebnis der Steuersenkungs-Kampagne des Wirtschaftsbundes: "Wenn man jedem Unternehmen mehrere Stimmkarten ohne Absenderzeile zuschickt, ist ein hoher Rücklauf natürlich kein Kunststück. Jede kleine Bürgerinitiative würde sich jedoch für solche Tricks genieren."

Selbstverständlich sei es auch im Interesse der Grünen, die menschliche Arbeitskraft steuerlich zu entlasten. Um wirklich spürbare Effekte zu erzielen, sei jedoch ein fünf- bis zehnfach so großes Volumen nötig, wie es der Wirtschaftsbund fordere, und das sei ohne Gegenfinanzierung unmöglich.

"Das Ökosteuer-Modell der Grünen mit einer fiskalischen Entlastung menschlicher Arbeit und höheren Steuern auf Energie ist aus unserer Sicht der einzige wirklich gangbare Weg, der auch für die Mehrzahl der österreichischen Betriebe betriebswirtschaftliche Entlastungen bringen würde", meint Plass. Es sei traurig, dass sich der Wirtschaftsbund in dieser Frage als kurzsichtiger Lobbyist betätige und um Peanuts bettle, anstatt langfristig nachhaltige Konzepte zu entwickeln.

"Wer sich in Vorwahlzeiten als steuerpolitischer Schnäppchenjäger betätigt, müsste mittlerweile eigentlich wissen, dass der Finanzminister dafür gleich nach den nächsten Wahlen die Rechnung schickt", meint Plass abschließend.

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