Feierliche Gründung der Donauraumkooperation in Wien

"Zusammenarbeit auf einem neuen und höheren Niveau mit echtem politischen Mehrwert"

Wien (OTS) - Heute erfolgt im Rahmen einer Konferenz im Wiener Rathaus die feierliche Annahme des Gründungsdokuments ("Deklaration") für die Einrichtung einer Donauraumkooperation ("Danube Co-operation Process"). Neben Außenministerin Ferrero-Waldner, EU-Kommissar Patten und dem Spezialkoordinator für den Stabilitätspakt Busek werden die Außenminister oder Staatssekretäre der 13 Donauanrainerstaaten das Gründungsdokument unterzeichen.

Nach den Worten der Außenministerin werden die "13 heute hier anwesenden Staaten Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, Moldau und Bosnien-Herzegowina gemeinsam mit EU-Kommissar Patten und Stabilitätskoordinator Busek ein Stück Geschichte schreiben. Mit der feierlichen Gründung der Donauraumkooperation werden wir dazu beitragen, politische und wirtschaftliche Bruchstellen zu überwinden und die Gemeinsamkeit, die Zusammenarbeit, die gemeinsamen Interessen in den Vordergrund zu stellen."

Nachdem die Anrainerstaaten der Donau "viel zu lange" durch den Eisernen Vorhang getrennt waren und darüber hinaus die kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien die "politische, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung in Südosteuropa empfindlich gestört haben", bestünde nun in den Augen der Außenministerin die "historische Chance", mit der gemeinsamen Deklaration eine Art neue "Verfassung" für die künftige Zusammenarbeit zu verabschieden.

Dabei würde jedoch keine neue Institution mit neuen Strukturen " und Kosten " ins Leben gerufen werden. In flexibler Zusammenarbeit im Rahmen mehrerer Konferenzen werde es darum gehen, gemeinsam wichtige Anliegen zu bearbeiten, Ziele zu definieren und Programme zu entwickeln. Besonderes Augenmerk solle der wirtschaftlichen Dynamisierung des Raumes, der Belebung des Tourismus, Verkehrs- und Schifffahrtsfragen, Umweltproblemen und der verstärkten kulturellen Zusammenarbeit geschenkt werden.

Die Beteiligung der Europäischen Kommission und des Stabilitätspakts dokumentiere dabei klar das "europäische Format" der Initiative. "Wenn wir gerade im Rahmen der EU", so Ferrero-Waldner, "immer von Subsidiarität und Regionalisierung sprechen, dann ist unsere heutige Veranstaltung ein gelebtes Beispiel für diese Schlagworte". Getragen sei die Kooperation der 13 Donauanrainerstaaten weiters von "jenem Gedanken, der auch am Beginn der Gründung der Europäischen Union stand: Durch Zusammenarbeit und wirtschaftliche Kooperation Staaten und Völker zusammenzuführen und so eine gemeinsame friedliche Zukunft zu sichern".
Als persönliche Freude wertete es dabei die Außenministerin, dass "die Donau als großer europäischer, geschichtsträchtiger und identitätsstiftender Strom somit wieder ein gemeinsames Bindeglied darstellt".

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