Täglich neue Waffen-Opfer: Kuntzl fordert Strasser zum sofortigen Handeln auf

Wien (SK) "Wer noch länger zuschaut, handelt bewusst verantwortungslos", betonte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Samstag angesichts der Tatsache, dass auch in den heutigen Medien über neue tragische Zwischenfälle mit Schusswaffen berichtet wird. Wie etwa erst jetzt bekannt wurde, hat sich auch ein 16-Jähiger vergangene Woche im Bezirk Gänserndorf mit der legalen Waffe seines Vaters das Leben genommen. Kuntzl erneuerte die Forderung der SPÖ nach einem schärferen Waffengesetz. "Innenminister Strasser muss endlich handeln. Wenn er - offensichtlich unter dem Druck der Waffenlobby - noch länger keine konkreten Taten setzt, wird er noch viele Tote zu verantworten haben", so Kuntzl gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Sie SPÖ hat am Donnerstag bereits einen konkreten Gesetzesantrag für ein effizienteres Waffengesetz im Parlament eingebracht, ****

Geht es nach der SPÖ, müsse ein neues Waffengesetz noch vor dem Sommer im Parlament beschlossen werden. Die SPÖ fordert ein generelles Verbot von Feuerwaffen in Privatbesitz. "Denn immer neue tragische Erlebnisse führen klar vor Augen, dass Schusswaffen im Privatbesitz die Sicherheit nicht erhöhen, sondern erhebliche Gefahren bringen", so Kuntzl Ausnahmen von diesem Waffenverbot sieht der SPÖ-Gesetzesvorschlag nur für Jäger, Sportschützen, Angehörige von Schützenvereinen sowie Wachpersonal konzessionierter Wach- und Schließgesellschaften vor.

Außerdem sollte die Gültigkeit von Waffenbesitzkarten und Waffenpässen auf zwei Jahre beschränkt werden. Danach müsse ein weiterer Nachweis erbracht werden, dass die Vorraussetzungen für die Berechtigung zum Waffenbesitz nach wie vor gegeben sind.

Der SPÖ-Gesetzesantrag sieht außerdem Übergangsbestimmungen für die Abgabe vorhandener Schusswaffen vor: Personen, die Schusswaffen entgegen diesen Bestimmungen besitzen, müssten diese bis Ende Dezember 2002 abgeben. Die Behörde hat den Verkehrswert der Waffe zu ersetzen. Außerdem sieht der SPÖ-Entwurf vor, dass Personen, die ab 1. August 2002 (nach dem derzeit gültigen Waffengesetz) illegale Schusswaffen abliefern, straffrei bleiben sollen.

Der SPÖ-Antrag für eine Änderung des Waffengesetzes ist auf der SPÖ-Homepage www.spoe.at in vollem Wortlaut abrufbar. (Schluss) ml

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK