Landeshauptmann Haider teilt Kritik der Gewerkschaft

HGPD-Kaske befürchtet weiteres Ansteigen des Saisonierkontingents

Wien (ÖGB/HGPD). Schon vor Monaten haben Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD)und Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel darauf hingewiesen, dass im Jahr 2001 nicht 8.000 sondern 31.000 Saisoniers im Land beschäftigt waren. Während der Verhandlungen zum Integrationspaket wurde von den Koalitionspartnern mehrmals betont, dass im Jahr höchstens 8.000 bis 15.000 Saisonbeschäftigte in Österreich arbeiten würden. Dass nun auch der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider massive Kritik an der Novelle des Fremdenrechts übt, wundert Kaske ein wenig.++++

"Statt eine Klage beim Verfassungsgerichtshof in Erwägung zu ziehen, sollte sich der Kärntner Landeshauptmann bei seinen Parteikollegen und deren Koalitionspartnern für die Ausweitung der Saisoniersregelung im Integrationspaket bedanken", meint Kaske und setzt schmunzelnd hinzu: "Vielleicht lässt sich die tatsächliche Saisonierzahl ja mit Klubobmann Westenthaler bei einem Frühstück in Klagenfurt abklären."

Der Tourismusgewerkschafter befürchtet auch heuer wieder einen Anstieg des Saisonierkontingents gegenüber dem Vorjahr, während immer mehr InländerInnen und schon länger in Österreich lebende AusländerInnen arbeitslos blieben. "Wir fordern die Regierung auf, diese Zahlenspiele endlich zu beenden und unsere Appelle zur Beschäftigung der Arbeitslosen ernst zu nehmen", schließt Kaske. (kk)

ÖGB, 25. Mai 2002 Nr.470

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