AKS fordert: Konfliktlösung an die Schulen

AKS präsentiert Maßnahmen zur Vermeidung und Lösung von Konflikten

Wien (SK) Schockiert zeigt sich Niki Kowall, Bundesvorsitzender der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) über die Vorfälle an österreichischen Schulen in den letzten Tage. "Wir wollen die Vorfälle nicht instrumentalisieren - trotzdem sehen wir sie als Auslöser für eine neue Diskussion über Konfliktvermeidung an den Schulen", erklärte Niki Kowall am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die AKS habe bereits verschiedene Konfliktlösungsmaßnahmen vorgestellt. "Als besonders erfolgreich hat sich die Mediation in der Schule herausgestellt - leider nützen sehr wenige Schulen diese Chance.", so Kowall. Bei der Mediation tritt eine neutrale dritte Person als Moderator zwischen den Konfliktpartnern auf, wobei eine Lösung im Interesse beider die einzige Lösung ist. "Die Mediation wird bei Scheidungen, in der Privatwirtschaft und auch vor Gericht angewendet - wir fragen uns, wann sie endlich in Schulen zur Verfügung steht", so Kowall.

Mediation könne bereits entstandene Konflikte lösen. - Ein präventives Mittel, das Konflikt erst gar nicht aufkommen ließe, sei das Unterrichtsfach KoKoKo (Kommunikation, Konfliktlösung und Kooperation). "Das Ziel des Faches ist es, den Umgang mit Konflikten, deren Lösung, richtige Kommunikation und den toleranten Umgang mit Mitmenschen zu vermitteln", fasst Kowall das bis dato einmalige Projekt in der Wiener Rahlgasse zusammen.

"Wir dürfen aber nicht der Symptombekämpfung verfallen - die Schlüsselstelle liegt oft im Schulsystem", betonte Kowall. Oft konzentriere sich der Leistungsdruck auf SchülerInnen zu sehr auf eine gewisse Zeitspanne, was auch erkläre, warum besonders in den Wochen vor Notenschluss sich überdurchschnittlich viele Vorfälle ereignen. "Das Ziel muss es sein, das Schulsystem schülerInnenfreundlicher zu gestalten - und das über Parteigrenzen hinaus", so Kowall anschließend. (Schluss) ng/mm

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