Cartellverband: Familienhospizkarenz ist klare Absage an aktive Sterbehilfe

ÖCV-Vorstandsvorsitzender Kögl fordert eine entgeltmäßige Unterstützung und Nachweispflichten bei Karenz-Insanspruchnahme

Wien (OTS) - "Ein ganz klares Signal für die Wertschätzung des Lebens und gegen Tendenzen der Sterbehilfe, wie sie in vollkommen unverständlicher Art und Weise von Ländern wie den Niederlanden und Belgien gesetzt werden", beurteilt Helmar Kögl, Vorstandsvorsitzender des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV), die vom Parlament beschlossene Familienhospizkarenz. "Österreich setzt mit diesem Gesetz neue Benchmarks in Sachen Sozialpolitik. Und wir zeigen damit Europa, dass es sehr wohl geht, menschwürdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen", wertet Kögl den Rechtsanspruch von Arbeitnehmern auf Karenzierung im Fall der Sterbebegleitung und der Betreuung schwerst kranker Kinder positiv. Damit spricht der ÖCV-Vorsitzende direkt die "gänzlich unverständliche Haltung" Belgiens zur aktiven Sterbehilfe auch bei geistig kranken Menschen an. Kögl dazu: "Eine aktive Sterbehilfe lehnt der ÖCV ganz entschieden ab."

Kögl sieht in der sozialversicherungsrechtlichen Absicherung während der Karenz einen "ersten, ganz wesentlichen Schritt in Richtung mehr Menschlichkeit". Konkret würde der ÖCV auch eine entgeltmäßige Unterstützung während der Karenzzeit als sinnvoll erachten. Der Familienhärteausgleichsfonds ist in diesem Zusammenhang ein "guter Ansatz". Kögl: "Denn schließlich soll Familienhospizkarenz nicht ein Privileg für finanziell Bessergestellte sein."

Ein Vorteil der heutigen Lösung ist die unbürokratische Vorgangsweise. Dennoch hält Kögl gewisse Nachweispflichten für sinnvoll. "Gerade weil uns die Hospizkarenz ein wahres Herzensanliegen ist, wollen wir verhindern, dass dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet wird." Kögl könnte sich daher vorstellen, dass durch Dokumente das Verwandtschaftsverhältnis und auch der Ort der Sterbebegleitung nachgewiesen werden. "Es darf ganz einfach nicht sein, dass einige wenige, die das System ausnutzen, damit die gesamte Idee der Familienhospizkarenz gefährden." (AB)

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