Raschhofer: Sexistische Fotomontage im österreichischen Magazin Format

Beschwerde an den österreichischen Presserat

Wien, 2002-05-24 (fpd) - Als unglaubliche Geschmacklosigkeit bezeichnete die freiheitliche Delegationsleiterin im EU-Parlament, Daniela Raschhofer, die jüngste Berichterstattung im österreichischen Magazin Format über die Ausladung der freiheitlichen Abgeordneten vom alljährlichen Straßburger Spargelessen. Das Magazin hatte in seiner Ausgabe 21/02 über die unerfreuliche Angelegenheit berichtet und dem Artikel ein mehr als schlüpfriges Foto beigefügt: es zeigt die freiheitliche Delegationsleiterin mit einem stramm nach oben gerichteten Bund Spargel, den diese in ihren, vor der Körpermitte gefalteten, Händen hält. ****

"Ich möchte hiermit deutlich klarstellen: bei diesem Foto handelt es sich um eine Montage, die nicht von mir autorisiert wurde. Der Spargelbund wurde ganz offensichtlich als Phallussymbol vor meinen Unterleib drapiert. Für mich ist dieses Verhalten Sexismus pur. Es ist unfaßbar, welch unterster Schubladen man sich in der Formatredaktion bei der journalistischen Arbeit bedient", verurteilt Raschhofer die Vorgehensweise des Magazins.

Raschhofer: "Bezeichnend ist auch, daß gerade jenes Blatt, das in der Berichterstattung um die Präsidentengattin einen rigorosen moralischen Standpunkt vertrat, nun nicht davor zurückschreckt, Frauen des öffentlichen Lebens in abartigster Weise sexistisch zu verunglimpfen. Schmuddeljournalismus dieser Art kann ich nur auf unausgelebte kranke Männerphantasien im geheimen Redaktionskämmerlein zurückführen."

Für Format wird diese "Ferkelei" übrigens juristische Konsequenzen haben. Daniela Raschhofer hat bereits eine Beschwerde an den österreichischen Presserat eingereicht und wird ihren Anwalt beauftragen, entsprechende rechtliche Schritte gegen das Magazin einzuleiten. (Schluß)

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