Förderung der betrieblichen Ausbildung als arbeitsmarktpolitisches Ziel der EU

Ergebnis der 42. Deutsch-Österreichischen Arbeitstagung der führenden Bildungsexperten beider Länder

Wien (PWK357) "Die konsequente Förderung der betrieblichen Ausbildung in Europa muss das erklärte politische Ziel für die Arbeitsmarktpolitik der Europäischen Union angesichts der steigenden Jugendarbeitslosigkeit in Europa sein", fordert der Bildungschef des DIHK und damit aller deutschen Industrie- und Handelskammern, Geerd Woortmann, gemeinsam mit dem Bildungschef der Wirtschaftskammer Österreich, Michael Landertshammer, anlässlich der 42. Deutsch-Österreichischen Arbeitstagung, die heuer in Wien stattfand. "Nur die duale Ausbildung garantiert eine Arbeitsmarktreife für die Jugendlichen und gleichzeitig einen gesicherten Arbeitsplatz bereits während der Ausbildung", stellen beide angesichts der in Österreich und Deutschland vergleichsweise niedrigeren Jugendarbeitslosigkeit als in den anderen europäischen Ländern fest.

"Ebenso haben noch andere bildungspolitische Ziele für die Europäische Union absolute Vorrangigkeit wie die Anerkennung von Bildungsabschlüssen entsprechend ihrem Niveau. Vor allem müsse auch die Transparenz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung verbessert werden, was nur durch das Schaffen von Netzwerken der beruflichen Bildung möglich werden kann", beschreiben Woortmann und Landertshammer das Ergebnis des gemeinsamen Workshops zum Thema "Europäische Projekte". Zur Erhöhung der Mobilität Jugendlicher innerhalb Europas sei unbedingt die Möglichkeit zu schaffen, schon während der beruflichen Ausbildungszeit auch einen Teil der Ausbildung in einem europäischen Land absolvieren zu können. Dazu sei es notwendig, die europäischen Finanzmittel für Austauschprogramme Jugendlicher mehr Teilnehmer/Innen in der betrieblichen Ausbildung zukommen zu lassen, die derzeit überwiegend den Schülern und Hochschülern zugute kommen.

Für Maturanten in Europa sei zwingend der TOEFL-Test (test of english as a foreign language) einzuführen, um die Englischkenntnisse der Jugend in Europa auf ein einheitliches europäisches Niveau zu bringen. Zuletzt müsse ein EDV-aufbereiteter Europass, der von den Kammerorganisationen allen Jugendlichen anläßlich der Lehrabschlussprüfung ausgehändigt werden könnte, aus Mitteln der Kommission finanziert werden.

Die 43. Deutsch-Österreichische Arbeitstagung wird nächstes Jahr in Leipzig stattfinden. Bei diesem Treffen der Bildungsexperten beider Länder gilt es vor allem, den Erfahrungsaustausch über die Entwicklung neuer Berufe zu diskutieren und die Abstimmung einer gemeinsamen Bildungspolitik herbeizuführen. (pt)

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