Kärntner Gewerbeaktion: "Kleine Betriebe - große Förderung"

LH Haider und LHStv. Pfeifenberger sprechen von umfangreichster Förderaktion für kleine Betriebe bisher - KWF sorgt für rasche Umsetzung der EU-konformen Richtlinie

Klagenfurt (LPD) - Nach der Tourismusoffensive und dem Auftragsvergabepaket soll nun für Gewerbetreibende mit einer Top-Förderaktion der nächste wirtschaftspolitische Schritt des Landes gesetzt werden. Landeshauptmann Jörg Haider und LHStv. Karl Pfeifenberger stellten heute die Initiative für Kleinunternehmen mit dem Ziel "Kleine Betriebe - große Förderung" vor. Damit werde laut Haider und Pfeifenberger "die umfangreichste Förderaktion für Kleinst- und Kleinbetriebe im gewerblich-industriellen Bereich" in Gang gesetzt. Insgesamt 8,7 Mio. Euro stellt das Land dafür aus Reserven der Dividendenausschüttung der Landesholding zur Verfügung.

Schon früher als Gewerbereferent habe er sich um eine Förderung für die kleinen Gewerbebetriebe bemüht, erklärte Haider. Daran soll jetzt angeknüpft werden. Schließlich haben rund 90 Prozent der Kärntner Gewerbebetriebe unter 50 Mitarbeiter. Nach seinen Vorstellungen und dank neuer Richtlinien könnte auch der Lebensmittelsektor einbezogen werden (bis zum kleinen Fleischerbetrieb), was bisher durch die EU nicht möglich war. Er erwarte sich mit den zusätzlichen Investitionen mehr Wirtschaftsdynamik und dadurch auch mehr Beschäftigung.

Für den jetzigen Gewerbe- und Wirtschaftsreferenten LHStv. Pfeifenberger geht es bei der Aktion vordringlich auch darum, die ländlichen Regionen zu erreichen, um dort die Abwanderung zu stoppen und Dauerarbeitsplätze zu sichern. In Kärnten entsprechen 11.700 produktionsorientierte Betriebe den Kriterien, die den 20prozentigen Fördersatz des Landes erhalten können, erläuterte Pfeifenberger.

Für die Abwicklung der Gewerbeaktion sorgt der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF). KWF-Vorstand Erhard Juritsch erläuterte, dass erst mit der sogenannten Freistellungsverordnung der EU diese Richtlinien sowie deren rasche Freigabe möglich wurden und somit Rechtssicherheit für die Förderungen erreicht werden konnte.

Ziel der Kärntner Gewerbeaktion ist die Weiterentwicklung bestehender und die Gründung neuer, wettbewerbsfähiger Unternehmen im industriell-gewerblichen Bereich zur Sicherung und zum Ausbau der Wettbewerbsposition. Kleinunternehmen und Personen, die ein solches zu gründen beabsichtigen sind dabei förderberechtigt. Als Kleinunternehmen gelten Betriebe mit bis zu 49 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von maximal fünf Mio. Euro oder einem Umsatz von maximal sieben Mio. Euro. Diese Betriebe müssen den Bereichen Gewerbe, Industrie oder produktionsnahe Dienstleistung angehören.

Die zielgruppenorientierte Förderbreite reicht von mindestens 50.000 Euro bis maximal 500.000 Euro und richtet sich nach den durchschnittlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Inbegriffen sind auch Aufwendungen für Leasing, Mieten und Produktionsmittel. Zusätzlich zu diesem KWF-Zuschuss, der nicht zurück zu zahlen ist, können die Unternehmer noch Bundeszuschüsse beziehen. Insgesamt ist so eine Förderung bis zu 27 Prozent möglich.

Schwerpunkte der Unterstützung sind Know-How-Transfers, Verbesserungen der Infrastruktur und technischen Anlagen, neue Produktentwicklungen, Modernisierungs- und Automatisationsinvestitionen und die Erwerbung von Patentrechten. Die Richtlinie tritt mit 1. Oktober d. J. in Kraft und ist bis Ende September 2004 befristet. (Schluss)

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