KfV: Schluss mit dem Gutachtentourismus!

Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) erneuert langjährige Forderung: Eine Koordinationsstelle für Waffenverlässlichkeitsprüfungen muss her! KfV hat die Idee dazu

Wien (OTS) - Seit 1. Juli 1997 müssen Bürger, um in den Besitz einer Waffe zu gelangen eine Waffenverlässlichkeitsprüfung (WVP) ablegen. Diese vom Gesetzgeber vorgeschriebene psychologische Untersuchung soll alle Bewerber, die aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur zum Waffenbesitz ungeeignet erscheinen, ausfiltern. Zahlreiche Begutachtungsstellen dürfen inzwischen in ganz Österreich diese Testungen durchführen. Leider gibt es aber auch Mängel, auf die hinzuweisen ist, wie der Fall in Schladming deutlich vor Augen hält. Der steirische Amokläufer erhielt - trotz offensichtlich auffälligem Verhaltens - ein positives Gutachten bei einer dieser Stellen, jedoch nicht vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)! "Die Tests des KfV verwenden höhere Standards - sogar im Internet wurde von der Schwierigkeit unserer Tests "gewarnt" - deshalb wäre ein derartiges positives Gutachten bei uns nicht möglich gewesen", dazu KfV-Direktor Dr. Othmar Thann.

KfV entwickelte zentrale Datenbank

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) - Vorreiter bei Verlässlichkeitsprüfungen und seit Jahrzehnten Garant für hohe wissenschaftliche Standards bei psychologischen Untersuchungen -nimmt diesen Fall zum Anlass, um auf eine langjährige Forderung aufmerksam zu machen: "Es muss leider gesagt werden, dass nicht alle Begutachtungsstellen auf einem sehr hohen qualitativen Niveau arbeiten. Laut derzeitiger Regelung kann die für den Waffenschein notwendige psychologische Untersuchung beliebig oft bei den unterschiedlichsten Stellen wiederholt werden. Das Fehlen von Koordination und Kontrolle muss ein Ende haben! Das KfV hat bereits vor drei Jahren gemeinsam mit dem Berufsverband Österreichischer Psychologen eine Koordinationsstelle entwickelt", weist Mag. Armin Kaltenegger, Rechtsexperte des KfV, hin. Diese Stelle würde alle Untersuchungen in einer zentralen Datenbank erfassen. Fiele der Prüfling bei einer Stelle durch und versuchte sein Glück bei einer anderen, wüsste diese sofort Bescheid und könnte reagieren. Derzeit ist dieser Vorgang nicht möglich, da keine Datenblätter existieren -der Prüfling macht sich nicht einmal strafbar. "Die vom KfV entwickelte Koordinationsstelle könnte jederzeit in Kraft treten, da die Grundlagen dafür bereits vor Jahren geschaffen wurden", appelliert Kaltenegger in Richtung Entscheidungsträger. Vorgesehen ist auch, dass die Koordinationsstelle für eine einheitliche wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung sorgt.

KfV : Hohe Qualität bei Tests - mit ISO 9001 zertifiziert

Ursprünglich war das KfV eine der ersten Stellen wo Waffenverlässlichkeitsprüfungen durchgeführt werden durften, mittlerweile sind es eine Vielzahl. Der Informationsaustausch zwischen den einzelnen Stellen ist derzeit gesetzlich untersagt, was dem Gutachtentourismus Tür und Tor öffnet. Das KfV hat bei seinen psychologischen Untersuchungen eigene Methoden entwickelt, die einen hohen Qualitätsstandard garantieren. Höchstes Augenmerk wird nicht nur auf Qualitätssicherung, sondern auch auf Ausbildung, Schulung und Supervision der mit der Untersuchung betrauten Psychologen gelegt. Die Tests sind wissenschaftlich evaluiert und international anerkannt.

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