ASFINAG: Autostrade Bestbieter im Verfahren zur LKW-Maut

Wien (OTS) - Heute präsentierte die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) Autostrade, den größten privaten Betreiber von Mautsystemen in Europa, als Bestbieter für den 10-jährigen Betrieb der fahrleistungsabhängigen LKW-Maut. Zur Einhebung der Lkw-Maut gründete Autostrade das österreichische Tochterunternehmen Europpass. Der Barwert des Auftrages beträgt rund EUR 747 Mio. Die Einnahmen aus der LKW-Maut ab 2004 ermöglichen der ASFINAG, das österreichische Autobahnen- und Schnellstraßennetz ohne Zuschüsse des Bundes auszubauen und zu betreiben. Im ersten Jahr werden rund EUR 600 Mio. Nettoeinnahmen erwartet. Der ASFINAG Aufsichtsrat hat in seiner gestrigen Sitzung, den Vorschlag des ASFINAG Vorstandes einstimmig angenommen.

Der Vorstand der ASFINAG präsentierte heute die italienische Autostrade als Bestbieter für den Betrieb der fahrleistungsabhängigen Maut für Fahrzeuge über 3,5 t höchst zulässigem Gesamtgewicht auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Zum Zweck der Mauteinhebung gründete Autostrade das österreichische Unternehmen Europpass. ASFINAG Generaldirektor Walter Hecke: "Aus dem Vergabeverfahren wurde Autostrade als Bestbieter ermittelt, die ein attraktives Angebot gelegt haben. Das Unternehmen ist ein bewährter Mautbetreiber und bietet das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis". Die LKW-Mauteinnahmen ermöglichen der ASFINAG den Übergang in die finanzielle Selbständigkeit. Hecke: "Wir rechnen ab 2004 mit Einnahmen aus der LKW-Maut zusätzlich zu Vignette und Streckenmauten. Damit sind langfristig die Straßenbauprojekte, die dem Generalverkehrsplan Österreich zugrunde liegen, gesichert." Beim Durchschnittstarif von 22 Cent pro km ergeben sich 2004 für die ASFINAG Mehreinnahmen von rund EUR 600 Mio., die zweckgebunden in den Bau und die Erhaltung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen fließen und damit für den Autofahrer ein zeitgemäßes Verkehrsinfrastruktur ermöglichen.

Professionelles und faires Vergabeverfahren

Die europaweite Ausschreibung der ASFINAG startete am 19. März 2001, die letzten Angebote der Bieterkonsortien gingen am 17. Mai 2002 ein. Die Ausschreibung war technologieoffen, die Prüfung der Angebote erfolgte durch ein internationales Projektteam. Für die Bewertung wurde sowohl das Kosten-Nutzen-Verhältnis als auch die Qualität des Vertrages und der Technik herangezogen. Autostrade und ihre österreichische Tochter Europpass setzt beim vollelektronischen Mautsystem auf Mikrowellentechnologie. Der Wert des Auftrages liegt bei rund EUR 747 Mio. Nach Benachrichtigung der nicht zum Zug gekommenen Konsortien folgt eine gesetzlich vorgesehene Stillhaltefrist von zwei Wochen, nach deren Ablauf die Beauftragung erfolgt. Der Zuschlag soll plangemäß im Juni erfolgen. Der Betreiber hat ab dem Zuschlag maximal 18 Monate Zeit, um das System in Betrieb zu setzen.

Autostrade - größter Mautbetreiber in Europa

Autostrade ist der größte private Mautbetreiber in Europa. Das Unternehmen betreibt seit 50 Jahren 61 Prozent des italienischen Autobahnnetzes und verfügt über 18 Prozent des europäischen Mautnetzes. Im Jahr 2001 wurden bereits 37,9 Prozent aller 950 Mio. Mautzahlungen in Italien elektronisch abgewickelt. Der operative Gewinn des Unternehmens (EBITA) betrug 2001 EUR 1,32 Mrd. Das System lässt erwarten, dass zukünftig mit den italienischen, slowenischen, deutschen und schweizerischen Fahrzeuggeräten ( OBUs/On-Board-Units) Maut bezahlt werden kann.

LKW-Maut sichert Straßeninfrastruktur und bringt Wirtschaftswachstum

In vielen Ländern Europas ist die LKW-Maut bereits in Betrieb. In Österreich wird die LKW-Maut die zeitabhängige PKW-Maut (Vignette) und die Streckenmauten ergänzen. Die LKW-Maut wird für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen eingehoben. Mit den daraus resultierenden Einnahmen sind die Erhaltung und der Ausbau der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich langfristig gesichert. Eine aktuelle Wifo-Studie belegt außerdem die Vorteile für den Wirtschaftsstandort Österreich: Das heimische Straßennetz profitiert, neue Jobs entstehen und das Wirtschaftswachstum wird beschleunigt.

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