Leitl: "Riesenerfolg" bei Österreichs Exporten in die Slowakei

50 % Steigerung innerhalb von 2 Jahren - erstmals über 1 Mrd Euro Exportvolumen - damit Sicherung von ca. 20.000 Arbeitsplätzen in Österreich - Intensive Zusammenarbeit der beiden Wirtschaftskammern heute vereinbart

Wien (PWK354) - Als "Riesenerfolg" bezeichnet WKÖ-Präsident Christoph Leitl die Entwicklung des Außenhandels zwischen Österreich und seinem Nachbarstaat Slowakei. "Nach einer Steigerung der österreichischen Exporte um 23,1 % auf 946 Mio Euro im Jahr 2001, nehmen diese auch heuer in ähnlicher Höhe zu und werden deutlich die Mrd Euro-Grenze überschreiten. Dies bedeutet die Sicherung von rund 20.000 Arbeitsplätzen in Österreich. Bei den Investitionen von Klein-und Mittelbetrieben sowie im Bankenbereich liegt Österreich in der Slowakei an erster Stelle", berichtet Leitl, der heute, Freitag, mit dem slowakischen Präsidenten der Industrie- und Handelskammer, Peter Mihok, in Pressburg zusammen trifft.

Zentrales Gesprächsthema stellt die EU-Erweiterung und die bestmögliche Vorbereitung auf österreichischer und slowakischer Seite dar. "Ziel des Treffens ist, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Unternehmen weiter zu vertiefen, die durch INTERREG-Mittel auch besonders gefördert wird", erklärt Leitl. So werden unter dem Projektnamen "Spolu" (d.h. auf slowakisch: gemeinsam) in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftskammern und der Betriebsansiedelungsgesellschaft Eco-Plus Unternehmen in der niederösterreichischen, der slowakischen und tschechischen Grenzregion durch individuelle Beratungsleistungen und Networking in ihren grenzüberschreitenden Wirtschaftsaktivitäten unterstützt. Andere interessante Projekte des Arbeitsprogramms der EUREGIO Weinviertel-Südmähren-Westslowakei im Rahmen von INTERREG beziehen sich auf den Aufbau von Tourismuskooperationen, Informations- und Ausbildungsprogramme, Knowhow-Transfer, grenzüberschreitendes Umweltmonitoring und die Bildung eines Alternativenergie-Netzwerkes.

"Bei den Kooperationen der Wirtschaftskammern beider Staaten soll auf die speziellen Anforderungen auf beiden Seiten der Grenzen bestmöglich eingegangen werden", so Leitl und weist als Präsident von Eurochambres auf deren Jahresthema "EU-Erweiterung" hin. "Die slowakische Wirtschaftskammer ist ein wichtiges Eurochambres-Mitglied und ihr Präsident Mihok eine der stärksten Stützen im Erweiterungsprozess. Ihm kommt eine Schlüsselrolle in der bestmöglichen Vorbereitung zu." Leitl, der gestern in Kopenhagen die Vorstellungen der österreichischen Wirtschaft zur dänischen EU-Präsidentschaft, deren Schwerpunkt die EU-Erweiterung ist, übergeben hat, wird Mihok als ersten von den Gesprächen in Dänemark informieren und mit ihm die weiteren Vorgangsweisen festlegen.

Auf EU-Ebene ist die Wirtschaftskammer Österreich stark in die ARGE 28, einer Arbeitsgemeinschaft aus 28 Kammern zur KMU-Förderung in den Grenzregionen, involviert, die auch die österreichische Grenzregion zur Slowakei umfasst. "Für österreichische Unternehmen ergeben sich in der Beitrittsvorbereitung der Slowakei erhöhte Marktchancen vor allem in den Bereichen Energie, Infrastruktur sowie Umweltschutz, bei dem besonderer Nachholbedarf besteht und der durch EU-Förderungen stark unterstützt wird", weiß Leitl.

Um die Chancen der Erweiterung voll nützen und die Risiken minimieren zu können, gelte es neben den Grenzregionen auch die "Infrastruktur auf Vordermann zu bringen", so Leitl. Zur Abklärung der prioritären Verkehrsprojekte in Österreich und den Beitrittskandidatenländern nimmt Leitl deshalb auch an der am Nachmittag stattfindenden KMU-Konferenz des europäischen Wirtschaftsbundes "Connecting Europe" mit Paul Rübig, dem slowakischen Verkehrsminister sowie dem Generaldirektor der Slowakischen Eisenbahnen in Bratislava teil. Als vorrangig für die österreichisch-slowakische Grenzregion streicht Leitl vor allem den Straßenausbau der Spange Kittsee sowie im Schienenbereich eine qualitativ hochstehende Verbindung zwischen Wien und Bratislava hervor. (Ne)

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