Bikers Project: Bitterböse Radiospots gegen Motorradunfälle

Wien (OTS) - Ab 25. Mai werden die neuen Radiospots gegen Motorradunfälle drei Wochen lang über Ö3 und mehrere Privat- und Lokalsender österreichweit ausgestrahlt. Auf sarkastische Art und Weise, ganz im Stil von Wilhelm Busch, werden die Schicksale sich selbst überschätzender Biker erzählt: Vom Hans mit seinem "Reisverbrenner" ("Doch oben auf der kleinen Kuppe, da fliegt Hans raus wie eine Puppe!" Anmerkung: Reisverbrenner = japanisches Motorrad), vom Rudi mit der kessen Biene ("Doch bei der Kreuzung ist´s ihm bange, der Bremsweg wird ihm viel zu lange!") und vom Kurt, dem Mann des Motorrades (..."er liebt Risiko des höchsten Grades").

Die Spots weisen einerseits sehr eindringlich auf ganz konkrete Gefahren des Motorradfahrens hin, bieten aber andererseits eine sehr klare Lösung an: "Sicherheitsreserve" ist das Schlüsselwort.

"Wären noch Reserven da,
zum Steuern oder so, na ja
dann wär der Hans jetzt ganz fein raus.
Nur so schaut´s leider bitter aus."

Die vom Verkehrsministerium und von den Ländern NÖ, OÖ und Stmk geförderte Kampagne besteht aber nicht nur aus Rundfunkspots und Anzeigen in Motorradzeitschriften. Ein ganz wesentliches Element sind auch die sechs verschiedenen Folder, die in insgesamt zwölf kurzen bitterbösen "Wilhelm Busch"-Stories klassische Gefahrensituationen zeigen. Die Folder werden bei Bikertreffs und -events, über Fahrschulen und Fahrtrainingszentren und auch durch die Exekutive verteilt. In Niederösterreich und in der Steiermark erinnern zusätzlich Straßenplakate im Bereich besonders gefährlicher Motorradstrecken an die Botschaften der Kampagne.

"Die Kampagne wurde von Werbe- und Sicherheitsspezialisten - alle übrigens selbst Biker - ausgearbeitet und ausführlich getestet. Der sarkastische, bitterböse Stil bricht aus der gewohnten Verkehrssicherheitspredigt aus, erregt dadurch starke Aufmerksamkeit und verhindert ein Verdrängen der Botschaften. Diese bleiben in den Hinterköpfen der Biker - aber auch der Autofahrer - hängen und sollten zumindest eine geringfügige, aber durchaus lebenswichtige Zurücknahme des Risikos in besonderen Gefahrensituationen bewirken. Die Kampagne kratzt zusätzlich am immer noch "coolen" Image des Risikofahrers bzw. Rasers, der hier in keinem guten Licht dasteht. Diese psychologische Imagewirkung ist wahrscheinlich noch wichtiger als die Bewusstmachung der konkreten Gefahren. Entscheidend für die Wirksamkeit der Kampagne ist das Zusammenwirken aller Kampagnenelemente von Rundfunkspots bis Straßenplakate sowie die gut koordinierte Arbeit aller Sicherheitsinstitutionen, von Fahrtrainern über die Exekutive bis zur Motorradindustrie," so der Projektkoordinator, Mag. Michael Praschl.

Im Jahr 2002 verunglückten in Österreich bisher 20 Motorradfahrer tödlich (Vergleichszeitraum 2001: 19, 2000: 31. Quelle:
Innenministerium).

Bikers Project ist eine Initiative mit dem Ziel, die Zahl der Motorradunfälle deutlich zu senken. Im Vordergrund stehen eine effektive Bewusstseinsbildung für mehr Sicherheitsreserve bei Motorrad- und Autofahrern, die Motivation der Behörden, Sicherheitsmängel im Straßenbereich zu sanieren und die Förderung der Zusammenarbeit aller Kräfte, die sich für die Sicherheit der Motorradfahrer engagieren.

Die Internetseite http://www.bikersproject.at soll sich zu einer Plattform für Motorradsicherheit entwickeln. Über diese Seite können auch Gefahrenstellen gemeldet und abgerufen werden!

25. Mai bis 16. Juni: "Motorradsicherheitswochen"

Die Rundfunkspots laufen von 25. Mai bis 16. Juni. Diese drei Wochen sollen als "Motorradsicherheitswochen" gestaltet werden. In diesem Zeitraum wird die Exekutive in NÖ und der Stmk (vielleicht manchmal sogar anstatt eines Strafmandates) die Bikers Project-Folder ausgeben. Die Bikers Project-Crew wird bei vielen Bikerveranstaltungen dabei sein, Folder verteilen und darüber diskutieren, Gefahrenstellen analysieren und versuchen, deren Sanierung zu erreichen. Wir ersuchen alle Sicherheitsinstitutionen und alle Medien in diesen drei Wochen das Thema "Motorradsicherheit" - aus verschiedenen Blickwinkeln - besonders hervorzuheben.

Bikers Project wird gefördert von:

  • BM für Verkehr, Innovation und Technologie - Österreichischer Verkehrssicherheitsfonds
  • Land Niederösterreich
  • Land Oberösterreich
  • Land Steiermark

Agentur:

- Saatchi & Saatchi (01 87 887 129)

Nähere Informationen, Bilder, Spots, etc.:
http://www.bikersproject.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Praschl
Motiv- & Mobilitätsforschung - Bewusstseinsbildung
Thaliastraße 97/2, A-1160 Wien
Tel.: 01 494 80 60
praschl@aon.at
(BMVIT: Horst Reicher, 01 711 62 1805,
Land NÖ: DI Christoph Westhauser: 02742 9005 15560,
Land OÖ: Ing. Max Angerer: 0664 46 47 414,
Land Stmk: Dr. Maria Knauer-Lukas: 0316 877 3017)

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